Website van Cees Hagenbeek
Marinus Mellink
drs. Marinus Mellink, geb. Zwolle op 3 jun 1928, accountant/organisatieadviseur, ovl. Zwolle op 20 feb 2006.

tr. Amsterdam op 19 jul 1954
met

Anneke (Anna Maria M.) Noltee, geb. Amsterdam op 22 jul 1929, ovl. in 2003.

Uit dit huwelijk 5 kinderen, waaronder:

 naamgeb.plaatsovl.plaatsoudrelatiekinderen
Annemiek*1956 Zwolle †2019 Zeist 63


Anna Maria M. Noltee
Anneke (Anna Maria M.) Noltee, geb. Amsterdam op 22 jul 1929, ovl. in 2003.

tr. Amsterdam op 19 jul 1954
met

drs. Marinus Mellink, geb. Zwolle op 3 jun 1928, accountant/organisatieadviseur, ovl. Zwolle op 20 feb 2006.

Uit dit huwelijk 5 kinderen, waaronder:

 naamgeb.plaatsovl.plaatsoudrelatiekinderen
Annemiek*1956 Zwolle †2019 Zeist 63


Wolfgang oder Wilhem von Walterskirchen Freyherr zu Wolfsthal
Wolfgang oder Wilhem von Walterskirchen Freyherr zu Wolfsthal.

Hij krijgt een zoon:

 naamgeb.plaatsovl.plaatsoudrelatiekinderen
Georg I  †1548   


Christoph von Walterskirchen Freyherr zu Wolfsthal
Christoph von Walterskirchen Freyherr zu Wolfsthal.

  • Vader:
    Ulrich Walterskirchen, vermeld 1420-1430,
    , Die Walterskirchen sind eines jener alten niederösterreichischen Geschlechter, über deren Ursprung nur Vermuthungen und Wahrscheinlichkeiten, aber keine documentarischen Beweise bestehen. Das muthmaßliche Stammhaus der Familie, der einst Walchunschirchen geheißene Ort im V. u. M. B, scheint alten Aufzeichnungen zufolge im Jahre [33] 1249 im Besitze eines Otto von Walchunschirchen gewesen zu sein, dessen in zahlreichen Urkunden bis zum Jahre 1271, in welchem er mit Hinterlassung einer Stiftung für Kloster Zwettl verschied, als Kämmerers sowohl des letzten Babenberger Herzogs Friedrich des Streitbaren als des Zwischenherzogs Hermann von Baden (Gatten der Babenberger Fürstin Gertrude), endlich auch des Königs Otokar gedacht wird. – Sowie der einst Walchunschirchen genannte Ort durch sprachliche Ausschleifung in das heutige Walterskirchen umgewandelt wurde, kann es wohl auch dem Familiennamen ergangen sein, welcher sich ebenso wie der Ortsname bis in das sechzehnte Jahrhundert noch als Walckherskirchen geschrieben vorfindet. Eine weitere Beachtung verdient auch der Umstand, daß der Name Walchunschirchen in der zweiten Hälfte des dreizehnten Jahrhunderts als Zeugenunterschrift auf Urkunden solcher Geschlechter vorkommt, welche in der Nähe des Stammsitzes der heutigen Walterskirchen ansässig waren, so bei den Herren von Stadeck (Rohrau), denen von Sachsengang (Sachsengang an der Donau). – Als Personenname findet sich der Name Walchunschirchen zuerst in den Zwanziger-Jahren des dreizehnten Jahrhunderts, indem wahrscheinlich ein Mitglied eines damals mächtigen Geschlechtes, mit dem heimgefallenen Gute Walchunschirchen belehnt, nach diesem letzteren, wie früher gebräuchlich, den Namen führte. – Ein späterer als der früher erwähnte Otto, sowie, ein Ortolf von Walchunschirchen erscheinen 1307 noch als Grundherren am gleichnamigen Orte. – Einige Zeugenschaften zu Anfang des vierzehnten Jahrhunderts abgerechnet, wo auch wieder ein Otto, ein Conrad und ein Dietrich von Walchunschirchen auftreten, ist der Name bis zur ersten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts vorläufig documentarisch nicht aufgefunden worden. Bei dem Umstande, daß der Ort Walterskirchen, ebenso wie Wolfsthal an den Landesgrenzen liegend, den mannigfachen Kriegen und Fehden früherer Jahrhunderte ausgesetzt war, kann es nicht Wunder nehmen, daß die Spuren der Vergangenheit meist gänzlich verwischt sind. Der berühmte Genealog von Hefner führt nun in seinem genealogischen Werke an, daß Ulrich der Walterskircher 1430 mit Anna von Wolfsthal, der letzten ihres Stammes, Wolfsthal erheiratet habe. Ist diese Angabe richtig, so kann es sich nur um die Erwerbung eines theilweisen und freieigenen Besitzes daselbst handeln, da in den Lehenbüchern aus jener Epoche, insoweit solche erhalten sind, über diesen Umstand nichts zu finden ist, der Besitz aber, den man später unter der Bezeichnung „Herrschaft“ begriff, erst 1544 durch Kauf von den Herren von Zelking an die Walterskirchen gelangte. – Wolfsthal und das nahe daran gelegene Hundsheim waren aber vor den Kriegszügen des Königs Matthias von Ungarn in der zweiten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts, auch noch bis zu der Türkenverheerung vom Jahre 1529 größere und blühende Marktflecken, in denen sich verschiedene Frei- und Edelhöfe befanden, welche theils freies Eigen. theils landesfürstliche Lehen waren, und welche verschiedenen dort angesessenen adeligen Familien, wie den Hundsheimern, Wolfsthalern, Moykern, Prettrern und den Derren von Deutsch-Altenburg gehörten. – Ueber den bereits genannten Ulrich Walterskircher sowie seine muthmaßlichen Söhne Wilhelm und Christoph, endlich über Wolf, den Sohn eines der beiden Letzteren, ist auch nichts Weiteres, als eben daß sie gelebt haben, bekannt. Wilhelm erscheint 1462 und 1479 mit Belehnungen zu Simoning (dem heutigen Simmering) und zu Aichau an der Schwechat. Da aber eben durch den Thalweg, welchen einerseits die letzten sich von Hainburg aus gegen die ungarische Ebene verlierenden Höhenzüge und anderseits der Lauf der Donau bilden, sich im Jahre 1529 bei seinem Vordringen gegen Wien der Alles verheerende und zerstörende Türkenzug bewegte, so ist es leicht erklärbar, daß von dem damals Bestandenen gar wenig auf die Nachwelt kam. Georg Walterskircher, wohl ein Sohn Wolfs, soll als kaiserlicher Hauptmann unter Hans Katzianer gegen die Türken gefochten haben. Doch auch über diesen Umstand fehlen sichere Aufschlüsse, da die Acten des Hofkriegsrathes erst mit dem Jahre[WS 1] 1557 beginnen. Von 1532 an wird Georg öfter genannt, er wurde 1535 von König Ferdinand mit einem Edelhofe in Hundsheim belehnt, über welchen auch schon ein Lehnbrief vom Jahre 1515 laut officiellen Inventars bestand, ohne daß sicher angegeben werden könnte, ob derselbe schon Georg oder noch dessen Vater Wolf ertheilt worden [34] sei. In den über die Präsenz bei den niederösterreichischen Landtagen geführten Listen, welche oft eine ganze Reihe von Jahren überspringen, war Georg Walterskircher’s Name nicht vor 1536 zu finden. Damals nannte er sich noch der Walterskircher zu Hundsheim, obwohl er laut des niederösterreichischen Gültbuches, dessen Gründung zwischen 1526–1542 fällt, von allem Anfange an mit so und so viel Pfund taxirter Gült für Hundsheim und Wolfsthal eingetragen ist. In diesem Umstande und da „die Herrschaft“ Wolfsthal erst 1544 erworben wurde, liegt der beste Beweis, daß Georg schon von früher her mit freiem Eigen auch in Wolfsthal begütert und angesessen sein mußte. – So wie das erwähnte Gültbuch einerseits, ist die älteste niederösterreichische Ritterstandsmatrikel anderseits ein sicheres Criterium für das Herkommen der niederösterreichischen Geschlechter mindestens bis zur ersten Hälfte des sechzehnten Jahrhunderts. Aber diese Matrikel reicht auch nicht viel über 1568 zurück und gibt für jene Geschlechter, welche vor diesem Jahre bereits die Landmannschaft besaßen, nicht das Datum, wann sie dieselbe erwarben. Von den 380 Geschlechtern, welche sich in jener Matrikel verzeichnet befinden, sind mit Ausnahme von 14, welche in den Herrenstand übertraten – worunter auch Walterskircher – alle erloschen. Ein 1697 ausgestelltes amtliches Zeugniß besagt überdies, daß die Familie der Herren von Walterskirchen weit mehr als ein Säculum vor 1568 bereits unter den uralten Geschlechtern gewesen. Im Jahre 1544 kauft nun der erwähnte Georg von den Erben Wilhelm von Zelkings die Veste Pottenburg mit allem Zugehör an landesfürstlichen Lehen in Hundsheim und Wolfsthal – darunter das freie Landgericht – sowie die Veste Wolfsthal, freies Eigen sammt Zugehör. Auch ist noch zu erwähnen, daß er von 1543–1547 das Amt eines „Obristen Einnembers des Draissigist zu Hungarisch-Altenburg“ bekleidete, welche Stelle bei dem regen Interesse Kaiser Ferdinands I. für Regelung des Finanzwesens überhaupt als besonderer Vertrauensposten zu betrachten ist und die meist Männern von erprobter Gesinnung, welche fast immer dem Kriegerstande angehörten, verliehen zu werden pflegte. Nicht allein daß Kaiser Ferdinand so wie Kaiser Karl V. Georg Walterskircher, unter ausdrücklicher Erwähnung seiner von Jugend an geleisteten Kriegsdienste, die damals üblichen Bestätigungsurkunden über sein adeliges Herkommen nebst einer Wappenvermehrung, so wie das Recht, sich „von Wolfsthal“ zu nennen und zu schreiben verliehen, erhielt er von Kaiser Karl V. überdies auch noch am 9. December 1547, und zwar nachdem er auf sein eigenes Ansuchen des Amtes in Ungarisch-Altenburg „in Gnaden“ enthoben worden war, die damals noch sehr geschätzte sogenannte „Freiheit“, sich des „rothen Wachses“ zu bedienen. – Da der Kaiser sich in diesen Urkunden der Ansprache „Unser und des Reiches lieber Getreuer“ bediente, welche Titulatur noch bis in das siebzehnte Jahrhundert als besondere Auszeichnung verliehen zu werden pflegte, die Ansprache „Lieber Getreuer“ aber nur dem Herrenstande zukam, während der Ritterstand mit „Getreuer Lieber“ angeredet wurde, so ist hierin der Beweis gelegen, daß Georg damals schon der Herrenstand verliehen worden war, dessen er sich aber nicht mehr prävaliren konnte, da er schon im Jahre 1548 starb. Aus seinen beiden Ehen mit Magdalena Ungelterin von Teyssenhausen und Rosina Randeckerin hinterließ er mehrere Söhne, doch pflanzte blos der Sohn Christoph aus der ersten Ehe (siehe die Stammtafel) das Geschlecht fort. Christophs Enkel, Georg Christoph (II.), welcher von 1633–1654 Rath und Regent des Regiments der niederösterreichischen Landen und Landuntermarschall des Erzherzogthums Oesterreich unter der Enns war, spielte zu seiner Zeit eine hervorragende Rolle im politischen Leben und genoß das besondere Vertrauen der beiden Kaiser Ferdinand II. und Ferdinand III. Namentlich Letzterer zeichnete ihn vor Allem dadurch aus, daß er ihn ddo. 5. Mai 1643 in den Reichsfreiherrn- und alten Herrenstand mit der Titulatur: „Edler Herr von Walterskirchen Freiherr zu Wolfsthal“ erhob. Diese Auszeichnung aber erscheint von um so größerer Bedeutung, als selbe, was im Laufe des siebzehnten Jahrhunderts[WS 2] fast gar nicht vorkam, von Seiner Majestät „proprio motu“ ertheilt wurde. Von Georg Christophs drei Söhnen, welche alle im niederösterreichischen Landtage thätig waren und Verordneten- wie Raitherrenstellen bekleideten, stiftete der älteste, Johann Wilhelm (I.), 1671 das Fideicommiß (siehe unten), erhielt Franz Wilhelm (I.) 1680 die steirische und Georg Wilhelm (I.) [35] im Jahre 1684 die böhmische Landmannschaft. Der Türkenkrieg 1683 brachte die Besitz- und Vermögensverhältnisse der Familie dermaßen herab, daß der damalige Fideicommißbesitzer Johann Wilhelm (II.) unter gerichtlichen Sequester gestellt werden mußte, welch’ letzterer erst in der Mitte des achtzehnten Jahrhunderts unter Joseph Wilhelm (I.) sein Ende erreichte. – Nach Ablauf eines vollen Jahrhunderts erst, unter Georg Wilhelm (II.), welcher 1802 auch das ungarische Indigenat für sein Geschlecht erhielt, erholte sich das Vermögen, und eben als es im Aufnehmen begriffen war, traten vernichtend die französischen Kriege von 1805 bis 1809 ein. Besonders in letzterem Jahre, wo sich während der sieben Wochen dauernden Belagerung von Preßburg in Wolfsthal das Hauptquartier des Marschalls Davoust, Herzogs von Auerstädt, befand, sah es dort fast ebenso arg aus, wie 1683 nach der Türkeninvasion; das k. k. Kreisamt zu Traiskirchen bestätigt dies in einem Zeugnisse vom 2. November 1809 mit den Worten, daß Wolfsthal der durch den Krieg am meisten beschädigte Ort des ganzen Viertels unter dem Wiener Wald sei. Da sich in diesem Unglücksjahre 1809 der feindlichen Invasion auch noch Brand, Hagel und Ueberschwemmung beigesellten, sah sich Georg Wilhelm (II.) einem ebenso unverschuldeten als vollständigen Ruine gegenüber, welcher auch seinen 1811 erfolgten Tod beschleunigte. Somit war das Geschlecht der Walterskirchen innerhalb des Zeitraumes von 126 Jahren zweimal durch die bedrängnißvollen Ereignisse des Vaterlandes in die allerhärteste Mitleidenschaft gezogen worden. Doch gelang es Georg Wilhelm (III.), auf dessen ausführliche Lebensskizze S. 40 hingewiesen wird, während der langen Jahre, da er im Besitze des Fideicommisses war, dasselbe wieder in guten Stand zu setzen und durch sein sonstiges umsichtiges Gebaren sich das Verdienst zu erwerben, als Restaurator familiae zu gelten. Seinem Sohne Ernst Wilhelm, dem jetzigen Fideicommißbesitzer, ward aber im Jahre 1884 die Auszeichnung zutheil, von KaisersSeiner Majestät als erbliches Mitglied in das österreichische Herrenhaus einberufen zu werden. – Auf literarischem Gebiete sind die Walterskirchen keine Neulinge. Schon Johann Karl Wilhelm, ein Bruder des berühmten Humanisten Georg Wilhelm (III.), gab ein interessantes Buch: „Die humoristische Runde in Gräfenbergs Quellengebiete“ (Wien 1852, Gerold, 31 S, gr. 8°.) heraus, das mit eilf lithographirten Tafeln in gr. 8°. und gr. qu. 4°, wovon 9 in Buntdruck, geschmückt ist. Daß Freiherr Georg Wilhelm (III.) die wichtigeren Zeitfragen, wie die Gemeindefrage, die Luxussteuer, die Schwurgerichte, die Selbstverwaltung und dgl. mehr in besonderen Flugschriften erörterte und so gleichsam darin nicht nur sein eigenes politisches und sociales Programm niederlegte, sondern wesentlich zur Klärung von Begriffen beitrug, über welche in der Menge die verworrensten Ansichten herrschten, wurde bereits in seiner Lebensskizze erwähnt; aber auch dem gegenwärtigen Chef der dritten Linie, dem Freiherrn Robert Wilhelm, der als Parlamentarier eine der einflußreichsten Rollen im Kaiserstaate spielte, rühmt man nach, daß Mehreres, was er bereits durch den Druck veröffentlichte, tüchtiges volkswirthschaftliches Wissen verrathe. – Was die Ehen dieses Hauses anbelangt, so haben sowohl die Männer wie die Frauen desselben meist standesmäßige Verbindungen eingegangen; von inländischen Familien erscheinen da die Namen Czernin, Cziraky, Forgách, Fries, Geyer von Edelbach, Gosztonyi, Herberstein, Hunyady, Ludwigsdorf, Moser von Ebreichsdorf, Pálffy, Perényi, Prankh, Teuffenbach, Unverzagt, Wenckheim, Zichy, während wir in den Verbindungen mit deutschen Geschlechtern jenen der Closen von Haidenburg, Lerchenfeld, Pappenheim, Preysing, Schuß v. Pailinstein, Stolberg, Tänzl von Trazberg, Ungelter von Teyssenhausen und anderen begegnen. Die vom Standpunkte der Bio-, Physio- und Psychologie völlig verwerfliche Heirat der Familienglieder untereinander – ein Vorgang, besonders beliebt, um den Besitz in der Familie zu erhalten – kommt bei den Walterskirchen nur einmal, und zwar in neuerer Zeit zwischen den Geschwisterkindern Richard und Flora von Walterskirchen vor, tr. met

Hij krijgt een zoon:

 naamgeb.plaatsovl.plaatsoudrelatiekinderen
Wolfgang     


Ulrich Walterskirchen
Ulrich Walterskirchen, vermeld 1420-1430,
, Die Walterskirchen sind eines jener alten niederösterreichischen Geschlechter, über deren Ursprung nur Vermuthungen und Wahrscheinlichkeiten, aber keine documentarischen Beweise bestehen. Das muthmaßliche Stammhaus der Familie, der einst Walchunschirchen geheißene Ort im V. u. M. B, scheint alten Aufzeichnungen zufolge im Jahre [33] 1249 im Besitze eines Otto von Walchunschirchen gewesen zu sein, dessen in zahlreichen Urkunden bis zum Jahre 1271, in welchem er mit Hinterlassung einer Stiftung für Kloster Zwettl verschied, als Kämmerers sowohl des letzten Babenberger Herzogs Friedrich des Streitbaren als des Zwischenherzogs Hermann von Baden (Gatten der Babenberger Fürstin Gertrude), endlich auch des Königs Otokar gedacht wird. – Sowie der einst Walchunschirchen genannte Ort durch sprachliche Ausschleifung in das heutige Walterskirchen umgewandelt wurde, kann es wohl auch dem Familiennamen ergangen sein, welcher sich ebenso wie der Ortsname bis in das sechzehnte Jahrhundert noch als Walckherskirchen geschrieben vorfindet. Eine weitere Beachtung verdient auch der Umstand, daß der Name Walchunschirchen in der zweiten Hälfte des dreizehnten Jahrhunderts als Zeugenunterschrift auf Urkunden solcher Geschlechter vorkommt, welche in der Nähe des Stammsitzes der heutigen Walterskirchen ansässig waren, so bei den Herren von Stadeck (Rohrau), denen von Sachsengang (Sachsengang an der Donau). – Als Personenname findet sich der Name Walchunschirchen zuerst in den Zwanziger-Jahren des dreizehnten Jahrhunderts, indem wahrscheinlich ein Mitglied eines damals mächtigen Geschlechtes, mit dem heimgefallenen Gute Walchunschirchen belehnt, nach diesem letzteren, wie früher gebräuchlich, den Namen führte. – Ein späterer als der früher erwähnte Otto, sowie, ein Ortolf von Walchunschirchen erscheinen 1307 noch als Grundherren am gleichnamigen Orte. – Einige Zeugenschaften zu Anfang des vierzehnten Jahrhunderts abgerechnet, wo auch wieder ein Otto, ein Conrad und ein Dietrich von Walchunschirchen auftreten, ist der Name bis zur ersten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts vorläufig documentarisch nicht aufgefunden worden. Bei dem Umstande, daß der Ort Walterskirchen, ebenso wie Wolfsthal an den Landesgrenzen liegend, den mannigfachen Kriegen und Fehden früherer Jahrhunderte ausgesetzt war, kann es nicht Wunder nehmen, daß die Spuren der Vergangenheit meist gänzlich verwischt sind. Der berühmte Genealog von Hefner führt nun in seinem genealogischen Werke an, daß Ulrich der Walterskircher 1430 mit Anna von Wolfsthal, der letzten ihres Stammes, Wolfsthal erheiratet habe. Ist diese Angabe richtig, so kann es sich nur um die Erwerbung eines theilweisen und freieigenen Besitzes daselbst handeln, da in den Lehenbüchern aus jener Epoche, insoweit solche erhalten sind, über diesen Umstand nichts zu finden ist, der Besitz aber, den man später unter der Bezeichnung „Herrschaft“ begriff, erst 1544 durch Kauf von den Herren von Zelking an die Walterskirchen gelangte. – Wolfsthal und das nahe daran gelegene Hundsheim waren aber vor den Kriegszügen des Königs Matthias von Ungarn in der zweiten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts, auch noch bis zu der Türkenverheerung vom Jahre 1529 größere und blühende Marktflecken, in denen sich verschiedene Frei- und Edelhöfe befanden, welche theils freies Eigen. theils landesfürstliche Lehen waren, und welche verschiedenen dort angesessenen adeligen Familien, wie den Hundsheimern, Wolfsthalern, Moykern, Prettrern und den Derren von Deutsch-Altenburg gehörten. – Ueber den bereits genannten Ulrich Walterskircher sowie seine muthmaßlichen Söhne Wilhelm und Christoph, endlich über Wolf, den Sohn eines der beiden Letzteren, ist auch nichts Weiteres, als eben daß sie gelebt haben, bekannt. Wilhelm erscheint 1462 und 1479 mit Belehnungen zu Simoning (dem heutigen Simmering) und zu Aichau an der Schwechat. Da aber eben durch den Thalweg, welchen einerseits die letzten sich von Hainburg aus gegen die ungarische Ebene verlierenden Höhenzüge und anderseits der Lauf der Donau bilden, sich im Jahre 1529 bei seinem Vordringen gegen Wien der Alles verheerende und zerstörende Türkenzug bewegte, so ist es leicht erklärbar, daß von dem damals Bestandenen gar wenig auf die Nachwelt kam. Georg Walterskircher, wohl ein Sohn Wolfs, soll als kaiserlicher Hauptmann unter Hans Katzianer gegen die Türken gefochten haben. Doch auch über diesen Umstand fehlen sichere Aufschlüsse, da die Acten des Hofkriegsrathes erst mit dem Jahre[WS 1] 1557 beginnen. Von 1532 an wird Georg öfter genannt, er wurde 1535 von König Ferdinand mit einem Edelhofe in Hundsheim belehnt, über welchen auch schon ein Lehnbrief vom Jahre 1515 laut officiellen Inventars bestand, ohne daß sicher angegeben werden könnte, ob derselbe schon Georg oder noch dessen Vater Wolf ertheilt worden [34] sei. In den über die Präsenz bei den niederösterreichischen Landtagen geführten Listen, welche oft eine ganze Reihe von Jahren überspringen, war Georg Walterskircher’s Name nicht vor 1536 zu finden. Damals nannte er sich noch der Walterskircher zu Hundsheim, obwohl er laut des niederösterreichischen Gültbuches, dessen Gründung zwischen 1526–1542 fällt, von allem Anfange an mit so und so viel Pfund taxirter Gült für Hundsheim und Wolfsthal eingetragen ist. In diesem Umstande und da „die Herrschaft“ Wolfsthal erst 1544 erworben wurde, liegt der beste Beweis, daß Georg schon von früher her mit freiem Eigen auch in Wolfsthal begütert und angesessen sein mußte. – So wie das erwähnte Gültbuch einerseits, ist die älteste niederösterreichische Ritterstandsmatrikel anderseits ein sicheres Criterium für das Herkommen der niederösterreichischen Geschlechter mindestens bis zur ersten Hälfte des sechzehnten Jahrhunderts. Aber diese Matrikel reicht auch nicht viel über 1568 zurück und gibt für jene Geschlechter, welche vor diesem Jahre bereits die Landmannschaft besaßen, nicht das Datum, wann sie dieselbe erwarben. Von den 380 Geschlechtern, welche sich in jener Matrikel verzeichnet befinden, sind mit Ausnahme von 14, welche in den Herrenstand übertraten – worunter auch Walterskircher – alle erloschen. Ein 1697 ausgestelltes amtliches Zeugniß besagt überdies, daß die Familie der Herren von Walterskirchen weit mehr als ein Säculum vor 1568 bereits unter den uralten Geschlechtern gewesen. Im Jahre 1544 kauft nun der erwähnte Georg von den Erben Wilhelm von Zelkings die Veste Pottenburg mit allem Zugehör an landesfürstlichen Lehen in Hundsheim und Wolfsthal – darunter das freie Landgericht – sowie die Veste Wolfsthal, freies Eigen sammt Zugehör. Auch ist noch zu erwähnen, daß er von 1543–1547 das Amt eines „Obristen Einnembers des Draissigist zu Hungarisch-Altenburg“ bekleidete, welche Stelle bei dem regen Interesse Kaiser Ferdinands I. für Regelung des Finanzwesens überhaupt als besonderer Vertrauensposten zu betrachten ist und die meist Männern von erprobter Gesinnung, welche fast immer dem Kriegerstande angehörten, verliehen zu werden pflegte. Nicht allein daß Kaiser Ferdinand so wie Kaiser Karl V. Georg Walterskircher, unter ausdrücklicher Erwähnung seiner von Jugend an geleisteten Kriegsdienste, die damals üblichen Bestätigungsurkunden über sein adeliges Herkommen nebst einer Wappenvermehrung, so wie das Recht, sich „von Wolfsthal“ zu nennen und zu schreiben verliehen, erhielt er von Kaiser Karl V. überdies auch noch am 9. December 1547, und zwar nachdem er auf sein eigenes Ansuchen des Amtes in Ungarisch-Altenburg „in Gnaden“ enthoben worden war, die damals noch sehr geschätzte sogenannte „Freiheit“, sich des „rothen Wachses“ zu bedienen. – Da der Kaiser sich in diesen Urkunden der Ansprache „Unser und des Reiches lieber Getreuer“ bediente, welche Titulatur noch bis in das siebzehnte Jahrhundert als besondere Auszeichnung verliehen zu werden pflegte, die Ansprache „Lieber Getreuer“ aber nur dem Herrenstande zukam, während der Ritterstand mit „Getreuer Lieber“ angeredet wurde, so ist hierin der Beweis gelegen, daß Georg damals schon der Herrenstand verliehen worden war, dessen er sich aber nicht mehr prävaliren konnte, da er schon im Jahre 1548 starb. Aus seinen beiden Ehen mit Magdalena Ungelterin von Teyssenhausen und Rosina Randeckerin hinterließ er mehrere Söhne, doch pflanzte blos der Sohn Christoph aus der ersten Ehe (siehe die Stammtafel) das Geschlecht fort. Christophs Enkel, Georg Christoph (II.), welcher von 1633–1654 Rath und Regent des Regiments der niederösterreichischen Landen und Landuntermarschall des Erzherzogthums Oesterreich unter der Enns war, spielte zu seiner Zeit eine hervorragende Rolle im politischen Leben und genoß das besondere Vertrauen der beiden Kaiser Ferdinand II. und Ferdinand III. Namentlich Letzterer zeichnete ihn vor Allem dadurch aus, daß er ihn ddo. 5. Mai 1643 in den Reichsfreiherrn- und alten Herrenstand mit der Titulatur: „Edler Herr von Walterskirchen Freiherr zu Wolfsthal“ erhob. Diese Auszeichnung aber erscheint von um so größerer Bedeutung, als selbe, was im Laufe des siebzehnten Jahrhunderts[WS 2] fast gar nicht vorkam, von Seiner Majestät „proprio motu“ ertheilt wurde. Von Georg Christophs drei Söhnen, welche alle im niederösterreichischen Landtage thätig waren und Verordneten- wie Raitherrenstellen bekleideten, stiftete der älteste, Johann Wilhelm (I.), 1671 das Fideicommiß (siehe unten), erhielt Franz Wilhelm (I.) 1680 die steirische und Georg Wilhelm (I.) [35] im Jahre 1684 die böhmische Landmannschaft. Der Türkenkrieg 1683 brachte die Besitz- und Vermögensverhältnisse der Familie dermaßen herab, daß der damalige Fideicommißbesitzer Johann Wilhelm (II.) unter gerichtlichen Sequester gestellt werden mußte, welch’ letzterer erst in der Mitte des achtzehnten Jahrhunderts unter Joseph Wilhelm (I.) sein Ende erreichte. – Nach Ablauf eines vollen Jahrhunderts erst, unter Georg Wilhelm (II.), welcher 1802 auch das ungarische Indigenat für sein Geschlecht erhielt, erholte sich das Vermögen, und eben als es im Aufnehmen begriffen war, traten vernichtend die französischen Kriege von 1805 bis 1809 ein. Besonders in letzterem Jahre, wo sich während der sieben Wochen dauernden Belagerung von Preßburg in Wolfsthal das Hauptquartier des Marschalls Davoust, Herzogs von Auerstädt, befand, sah es dort fast ebenso arg aus, wie 1683 nach der Türkeninvasion; das k. k. Kreisamt zu Traiskirchen bestätigt dies in einem Zeugnisse vom 2. November 1809 mit den Worten, daß Wolfsthal der durch den Krieg am meisten beschädigte Ort des ganzen Viertels unter dem Wiener Wald sei. Da sich in diesem Unglücksjahre 1809 der feindlichen Invasion auch noch Brand, Hagel und Ueberschwemmung beigesellten, sah sich Georg Wilhelm (II.) einem ebenso unverschuldeten als vollständigen Ruine gegenüber, welcher auch seinen 1811 erfolgten Tod beschleunigte. Somit war das Geschlecht der Walterskirchen innerhalb des Zeitraumes von 126 Jahren zweimal durch die bedrängnißvollen Ereignisse des Vaterlandes in die allerhärteste Mitleidenschaft gezogen worden. Doch gelang es Georg Wilhelm (III.), auf dessen ausführliche Lebensskizze S. 40 hingewiesen wird, während der langen Jahre, da er im Besitze des Fideicommisses war, dasselbe wieder in guten Stand zu setzen und durch sein sonstiges umsichtiges Gebaren sich das Verdienst zu erwerben, als Restaurator familiae zu gelten. Seinem Sohne Ernst Wilhelm, dem jetzigen Fideicommißbesitzer, ward aber im Jahre 1884 die Auszeichnung zutheil, von KaisersSeiner Majestät als erbliches Mitglied in das österreichische Herrenhaus einberufen zu werden. – Auf literarischem Gebiete sind die Walterskirchen keine Neulinge. Schon Johann Karl Wilhelm, ein Bruder des berühmten Humanisten Georg Wilhelm (III.), gab ein interessantes Buch: „Die humoristische Runde in Gräfenbergs Quellengebiete“ (Wien 1852, Gerold, 31 S, gr. 8°.) heraus, das mit eilf lithographirten Tafeln in gr. 8°. und gr. qu. 4°, wovon 9 in Buntdruck, geschmückt ist. Daß Freiherr Georg Wilhelm (III.) die wichtigeren Zeitfragen, wie die Gemeindefrage, die Luxussteuer, die Schwurgerichte, die Selbstverwaltung und dgl. mehr in besonderen Flugschriften erörterte und so gleichsam darin nicht nur sein eigenes politisches und sociales Programm niederlegte, sondern wesentlich zur Klärung von Begriffen beitrug, über welche in der Menge die verworrensten Ansichten herrschten, wurde bereits in seiner Lebensskizze erwähnt; aber auch dem gegenwärtigen Chef der dritten Linie, dem Freiherrn Robert Wilhelm, der als Parlamentarier eine der einflußreichsten Rollen im Kaiserstaate spielte, rühmt man nach, daß Mehreres, was er bereits durch den Druck veröffentlichte, tüchtiges volkswirthschaftliches Wissen verrathe. – Was die Ehen dieses Hauses anbelangt, so haben sowohl die Männer wie die Frauen desselben meist standesmäßige Verbindungen eingegangen; von inländischen Familien erscheinen da die Namen Czernin, Cziraky, Forgách, Fries, Geyer von Edelbach, Gosztonyi, Herberstein, Hunyady, Ludwigsdorf, Moser von Ebreichsdorf, Pálffy, Perényi, Prankh, Teuffenbach, Unverzagt, Wenckheim, Zichy, während wir in den Verbindungen mit deutschen Geschlechtern jenen der Closen von Haidenburg, Lerchenfeld, Pappenheim, Preysing, Schuß v. Pailinstein, Stolberg, Tänzl von Trazberg, Ungelter von Teyssenhausen und anderen begegnen. Die vom Standpunkte der Bio-, Physio- und Psychologie völlig verwerfliche Heirat der Familienglieder untereinander – ein Vorgang, besonders beliebt, um den Besitz in der Familie zu erhalten – kommt bei den Walterskirchen nur einmal, und zwar in neuerer Zeit zwischen den Geschwisterkindern Richard und Flora von Walterskirchen vor.

tr.
met

Anna von Wolfstal.

Uit dit huwelijk een zoon:

 naamgeb.plaatsovl.plaatsoudrelatiekinderen
Christoph     


Anna von Wolfstal
Anna von Wolfstal.

tr.
met

Ulrich Walterskirchen, vermeld 1420-1430,
, Die Walterskirchen sind eines jener alten niederösterreichischen Geschlechter, über deren Ursprung nur Vermuthungen und Wahrscheinlichkeiten, aber keine documentarischen Beweise bestehen. Das muthmaßliche Stammhaus der Familie, der einst Walchunschirchen geheißene Ort im V. u. M. B, scheint alten Aufzeichnungen zufolge im Jahre [33] 1249 im Besitze eines Otto von Walchunschirchen gewesen zu sein, dessen in zahlreichen Urkunden bis zum Jahre 1271, in welchem er mit Hinterlassung einer Stiftung für Kloster Zwettl verschied, als Kämmerers sowohl des letzten Babenberger Herzogs Friedrich des Streitbaren als des Zwischenherzogs Hermann von Baden (Gatten der Babenberger Fürstin Gertrude), endlich auch des Königs Otokar gedacht wird. – Sowie der einst Walchunschirchen genannte Ort durch sprachliche Ausschleifung in das heutige Walterskirchen umgewandelt wurde, kann es wohl auch dem Familiennamen ergangen sein, welcher sich ebenso wie der Ortsname bis in das sechzehnte Jahrhundert noch als Walckherskirchen geschrieben vorfindet. Eine weitere Beachtung verdient auch der Umstand, daß der Name Walchunschirchen in der zweiten Hälfte des dreizehnten Jahrhunderts als Zeugenunterschrift auf Urkunden solcher Geschlechter vorkommt, welche in der Nähe des Stammsitzes der heutigen Walterskirchen ansässig waren, so bei den Herren von Stadeck (Rohrau), denen von Sachsengang (Sachsengang an der Donau). – Als Personenname findet sich der Name Walchunschirchen zuerst in den Zwanziger-Jahren des dreizehnten Jahrhunderts, indem wahrscheinlich ein Mitglied eines damals mächtigen Geschlechtes, mit dem heimgefallenen Gute Walchunschirchen belehnt, nach diesem letzteren, wie früher gebräuchlich, den Namen führte. – Ein späterer als der früher erwähnte Otto, sowie, ein Ortolf von Walchunschirchen erscheinen 1307 noch als Grundherren am gleichnamigen Orte. – Einige Zeugenschaften zu Anfang des vierzehnten Jahrhunderts abgerechnet, wo auch wieder ein Otto, ein Conrad und ein Dietrich von Walchunschirchen auftreten, ist der Name bis zur ersten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts vorläufig documentarisch nicht aufgefunden worden. Bei dem Umstande, daß der Ort Walterskirchen, ebenso wie Wolfsthal an den Landesgrenzen liegend, den mannigfachen Kriegen und Fehden früherer Jahrhunderte ausgesetzt war, kann es nicht Wunder nehmen, daß die Spuren der Vergangenheit meist gänzlich verwischt sind. Der berühmte Genealog von Hefner führt nun in seinem genealogischen Werke an, daß Ulrich der Walterskircher 1430 mit Anna von Wolfsthal, der letzten ihres Stammes, Wolfsthal erheiratet habe. Ist diese Angabe richtig, so kann es sich nur um die Erwerbung eines theilweisen und freieigenen Besitzes daselbst handeln, da in den Lehenbüchern aus jener Epoche, insoweit solche erhalten sind, über diesen Umstand nichts zu finden ist, der Besitz aber, den man später unter der Bezeichnung „Herrschaft“ begriff, erst 1544 durch Kauf von den Herren von Zelking an die Walterskirchen gelangte. – Wolfsthal und das nahe daran gelegene Hundsheim waren aber vor den Kriegszügen des Königs Matthias von Ungarn in der zweiten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts, auch noch bis zu der Türkenverheerung vom Jahre 1529 größere und blühende Marktflecken, in denen sich verschiedene Frei- und Edelhöfe befanden, welche theils freies Eigen. theils landesfürstliche Lehen waren, und welche verschiedenen dort angesessenen adeligen Familien, wie den Hundsheimern, Wolfsthalern, Moykern, Prettrern und den Derren von Deutsch-Altenburg gehörten. – Ueber den bereits genannten Ulrich Walterskircher sowie seine muthmaßlichen Söhne Wilhelm und Christoph, endlich über Wolf, den Sohn eines der beiden Letzteren, ist auch nichts Weiteres, als eben daß sie gelebt haben, bekannt. Wilhelm erscheint 1462 und 1479 mit Belehnungen zu Simoning (dem heutigen Simmering) und zu Aichau an der Schwechat. Da aber eben durch den Thalweg, welchen einerseits die letzten sich von Hainburg aus gegen die ungarische Ebene verlierenden Höhenzüge und anderseits der Lauf der Donau bilden, sich im Jahre 1529 bei seinem Vordringen gegen Wien der Alles verheerende und zerstörende Türkenzug bewegte, so ist es leicht erklärbar, daß von dem damals Bestandenen gar wenig auf die Nachwelt kam. Georg Walterskircher, wohl ein Sohn Wolfs, soll als kaiserlicher Hauptmann unter Hans Katzianer gegen die Türken gefochten haben. Doch auch über diesen Umstand fehlen sichere Aufschlüsse, da die Acten des Hofkriegsrathes erst mit dem Jahre[WS 1] 1557 beginnen. Von 1532 an wird Georg öfter genannt, er wurde 1535 von König Ferdinand mit einem Edelhofe in Hundsheim belehnt, über welchen auch schon ein Lehnbrief vom Jahre 1515 laut officiellen Inventars bestand, ohne daß sicher angegeben werden könnte, ob derselbe schon Georg oder noch dessen Vater Wolf ertheilt worden [34] sei. In den über die Präsenz bei den niederösterreichischen Landtagen geführten Listen, welche oft eine ganze Reihe von Jahren überspringen, war Georg Walterskircher’s Name nicht vor 1536 zu finden. Damals nannte er sich noch der Walterskircher zu Hundsheim, obwohl er laut des niederösterreichischen Gültbuches, dessen Gründung zwischen 1526–1542 fällt, von allem Anfange an mit so und so viel Pfund taxirter Gült für Hundsheim und Wolfsthal eingetragen ist. In diesem Umstande und da „die Herrschaft“ Wolfsthal erst 1544 erworben wurde, liegt der beste Beweis, daß Georg schon von früher her mit freiem Eigen auch in Wolfsthal begütert und angesessen sein mußte. – So wie das erwähnte Gültbuch einerseits, ist die älteste niederösterreichische Ritterstandsmatrikel anderseits ein sicheres Criterium für das Herkommen der niederösterreichischen Geschlechter mindestens bis zur ersten Hälfte des sechzehnten Jahrhunderts. Aber diese Matrikel reicht auch nicht viel über 1568 zurück und gibt für jene Geschlechter, welche vor diesem Jahre bereits die Landmannschaft besaßen, nicht das Datum, wann sie dieselbe erwarben. Von den 380 Geschlechtern, welche sich in jener Matrikel verzeichnet befinden, sind mit Ausnahme von 14, welche in den Herrenstand übertraten – worunter auch Walterskircher – alle erloschen. Ein 1697 ausgestelltes amtliches Zeugniß besagt überdies, daß die Familie der Herren von Walterskirchen weit mehr als ein Säculum vor 1568 bereits unter den uralten Geschlechtern gewesen. Im Jahre 1544 kauft nun der erwähnte Georg von den Erben Wilhelm von Zelkings die Veste Pottenburg mit allem Zugehör an landesfürstlichen Lehen in Hundsheim und Wolfsthal – darunter das freie Landgericht – sowie die Veste Wolfsthal, freies Eigen sammt Zugehör. Auch ist noch zu erwähnen, daß er von 1543–1547 das Amt eines „Obristen Einnembers des Draissigist zu Hungarisch-Altenburg“ bekleidete, welche Stelle bei dem regen Interesse Kaiser Ferdinands I. für Regelung des Finanzwesens überhaupt als besonderer Vertrauensposten zu betrachten ist und die meist Männern von erprobter Gesinnung, welche fast immer dem Kriegerstande angehörten, verliehen zu werden pflegte. Nicht allein daß Kaiser Ferdinand so wie Kaiser Karl V. Georg Walterskircher, unter ausdrücklicher Erwähnung seiner von Jugend an geleisteten Kriegsdienste, die damals üblichen Bestätigungsurkunden über sein adeliges Herkommen nebst einer Wappenvermehrung, so wie das Recht, sich „von Wolfsthal“ zu nennen und zu schreiben verliehen, erhielt er von Kaiser Karl V. überdies auch noch am 9. December 1547, und zwar nachdem er auf sein eigenes Ansuchen des Amtes in Ungarisch-Altenburg „in Gnaden“ enthoben worden war, die damals noch sehr geschätzte sogenannte „Freiheit“, sich des „rothen Wachses“ zu bedienen. – Da der Kaiser sich in diesen Urkunden der Ansprache „Unser und des Reiches lieber Getreuer“ bediente, welche Titulatur noch bis in das siebzehnte Jahrhundert als besondere Auszeichnung verliehen zu werden pflegte, die Ansprache „Lieber Getreuer“ aber nur dem Herrenstande zukam, während der Ritterstand mit „Getreuer Lieber“ angeredet wurde, so ist hierin der Beweis gelegen, daß Georg damals schon der Herrenstand verliehen worden war, dessen er sich aber nicht mehr prävaliren konnte, da er schon im Jahre 1548 starb. Aus seinen beiden Ehen mit Magdalena Ungelterin von Teyssenhausen und Rosina Randeckerin hinterließ er mehrere Söhne, doch pflanzte blos der Sohn Christoph aus der ersten Ehe (siehe die Stammtafel) das Geschlecht fort. Christophs Enkel, Georg Christoph (II.), welcher von 1633–1654 Rath und Regent des Regiments der niederösterreichischen Landen und Landuntermarschall des Erzherzogthums Oesterreich unter der Enns war, spielte zu seiner Zeit eine hervorragende Rolle im politischen Leben und genoß das besondere Vertrauen der beiden Kaiser Ferdinand II. und Ferdinand III. Namentlich Letzterer zeichnete ihn vor Allem dadurch aus, daß er ihn ddo. 5. Mai 1643 in den Reichsfreiherrn- und alten Herrenstand mit der Titulatur: „Edler Herr von Walterskirchen Freiherr zu Wolfsthal“ erhob. Diese Auszeichnung aber erscheint von um so größerer Bedeutung, als selbe, was im Laufe des siebzehnten Jahrhunderts[WS 2] fast gar nicht vorkam, von Seiner Majestät „proprio motu“ ertheilt wurde. Von Georg Christophs drei Söhnen, welche alle im niederösterreichischen Landtage thätig waren und Verordneten- wie Raitherrenstellen bekleideten, stiftete der älteste, Johann Wilhelm (I.), 1671 das Fideicommiß (siehe unten), erhielt Franz Wilhelm (I.) 1680 die steirische und Georg Wilhelm (I.) [35] im Jahre 1684 die böhmische Landmannschaft. Der Türkenkrieg 1683 brachte die Besitz- und Vermögensverhältnisse der Familie dermaßen herab, daß der damalige Fideicommißbesitzer Johann Wilhelm (II.) unter gerichtlichen Sequester gestellt werden mußte, welch’ letzterer erst in der Mitte des achtzehnten Jahrhunderts unter Joseph Wilhelm (I.) sein Ende erreichte. – Nach Ablauf eines vollen Jahrhunderts erst, unter Georg Wilhelm (II.), welcher 1802 auch das ungarische Indigenat für sein Geschlecht erhielt, erholte sich das Vermögen, und eben als es im Aufnehmen begriffen war, traten vernichtend die französischen Kriege von 1805 bis 1809 ein. Besonders in letzterem Jahre, wo sich während der sieben Wochen dauernden Belagerung von Preßburg in Wolfsthal das Hauptquartier des Marschalls Davoust, Herzogs von Auerstädt, befand, sah es dort fast ebenso arg aus, wie 1683 nach der Türkeninvasion; das k. k. Kreisamt zu Traiskirchen bestätigt dies in einem Zeugnisse vom 2. November 1809 mit den Worten, daß Wolfsthal der durch den Krieg am meisten beschädigte Ort des ganzen Viertels unter dem Wiener Wald sei. Da sich in diesem Unglücksjahre 1809 der feindlichen Invasion auch noch Brand, Hagel und Ueberschwemmung beigesellten, sah sich Georg Wilhelm (II.) einem ebenso unverschuldeten als vollständigen Ruine gegenüber, welcher auch seinen 1811 erfolgten Tod beschleunigte. Somit war das Geschlecht der Walterskirchen innerhalb des Zeitraumes von 126 Jahren zweimal durch die bedrängnißvollen Ereignisse des Vaterlandes in die allerhärteste Mitleidenschaft gezogen worden. Doch gelang es Georg Wilhelm (III.), auf dessen ausführliche Lebensskizze S. 40 hingewiesen wird, während der langen Jahre, da er im Besitze des Fideicommisses war, dasselbe wieder in guten Stand zu setzen und durch sein sonstiges umsichtiges Gebaren sich das Verdienst zu erwerben, als Restaurator familiae zu gelten. Seinem Sohne Ernst Wilhelm, dem jetzigen Fideicommißbesitzer, ward aber im Jahre 1884 die Auszeichnung zutheil, von KaisersSeiner Majestät als erbliches Mitglied in das österreichische Herrenhaus einberufen zu werden. – Auf literarischem Gebiete sind die Walterskirchen keine Neulinge. Schon Johann Karl Wilhelm, ein Bruder des berühmten Humanisten Georg Wilhelm (III.), gab ein interessantes Buch: „Die humoristische Runde in Gräfenbergs Quellengebiete“ (Wien 1852, Gerold, 31 S, gr. 8°.) heraus, das mit eilf lithographirten Tafeln in gr. 8°. und gr. qu. 4°, wovon 9 in Buntdruck, geschmückt ist. Daß Freiherr Georg Wilhelm (III.) die wichtigeren Zeitfragen, wie die Gemeindefrage, die Luxussteuer, die Schwurgerichte, die Selbstverwaltung und dgl. mehr in besonderen Flugschriften erörterte und so gleichsam darin nicht nur sein eigenes politisches und sociales Programm niederlegte, sondern wesentlich zur Klärung von Begriffen beitrug, über welche in der Menge die verworrensten Ansichten herrschten, wurde bereits in seiner Lebensskizze erwähnt; aber auch dem gegenwärtigen Chef der dritten Linie, dem Freiherrn Robert Wilhelm, der als Parlamentarier eine der einflußreichsten Rollen im Kaiserstaate spielte, rühmt man nach, daß Mehreres, was er bereits durch den Druck veröffentlichte, tüchtiges volkswirthschaftliches Wissen verrathe. – Was die Ehen dieses Hauses anbelangt, so haben sowohl die Männer wie die Frauen desselben meist standesmäßige Verbindungen eingegangen; von inländischen Familien erscheinen da die Namen Czernin, Cziraky, Forgách, Fries, Geyer von Edelbach, Gosztonyi, Herberstein, Hunyady, Ludwigsdorf, Moser von Ebreichsdorf, Pálffy, Perényi, Prankh, Teuffenbach, Unverzagt, Wenckheim, Zichy, während wir in den Verbindungen mit deutschen Geschlechtern jenen der Closen von Haidenburg, Lerchenfeld, Pappenheim, Preysing, Schuß v. Pailinstein, Stolberg, Tänzl von Trazberg, Ungelter von Teyssenhausen und anderen begegnen. Die vom Standpunkte der Bio-, Physio- und Psychologie völlig verwerfliche Heirat der Familienglieder untereinander – ein Vorgang, besonders beliebt, um den Besitz in der Familie zu erhalten – kommt bei den Walterskirchen nur einmal, und zwar in neuerer Zeit zwischen den Geschwisterkindern Richard und Flora von Walterskirchen vor.

Uit dit huwelijk een zoon:

 naamgeb.plaatsovl.plaatsoudrelatiekinderen
Christoph     


Jan Harmen Denekamp
Jan Harmen Denekamp, geb. Twello op 13 mei 1934, ovl. Diepenveen op 9 mei 2014.

tr.
met

.

Uit dit huwelijk geen kinderen

 naamgeb.plaatsovl.plaatsoudrelatiekinderen


Albert Jan Nijland
Albert Jan Nijland, geb. Okkenbroek op 31 dec 1932, ovl. op 6 apr 2006.

tr.
met

.

Uit dit huwelijk geen kinderen

 naamgeb.plaatsovl.plaatsoudrelatiekinderen


Dirk Jan Denekamp
Dirk Jan Denekamp, geb. Twello op 21 jan 1911, ovl. Amsterdam op 27 mei 1948, begr. Terwolde op 31 mei 1948.

tr. Voorst op 4 jul 1942
met

Gerritje Witteveen, dr. van Albert Witteveen en Harmina Vos, geb. in 1917.

Uit dit huwelijk een zoon:

 naamgeb.plaatsovl.plaatsoudrelatiekinderen
Jan*1934 Twello †2014 Diepenveen 79


Jan Harmen Denekamp
Jan Harmen Denekamp, geb. Twello op 5 mei 1870, slagersknecht.

tr. Voorst op 2 mrt 1895
met

Hermina Wassink, dr. van Hermen Jan Wassink (landbouwer) en Willemina Mulder, geb. Nijbroek (Voorst) op 6 mrt 1874, ovl. Voorst op 13 okt 1939.

Uit dit huwelijk 12 kinderen, waaronder:

 naamgeb.plaatsovl.plaatsoudrelatiekinderen
Dirk*1911 Twello †1948 Amsterdam 37


Hermina Wassink
Hermina Wassink, geb. Nijbroek (Voorst) op 6 mrt 1874, ovl. Voorst op 13 okt 1939.

  • Vader:
    Hermen Jan Wassink, zn. van Jacob Wassink (Boerenknecht/Herbergier) en Hermina Kuipers (dienstmeid), geb. Nijbroek (Voorst) op 25 mei 1848, landbouwer, ovl. Terwolde op 25 jan 1903, tr. Voorst op 27 dec 1873 met

tr. Voorst op 2 mrt 1895
met

Jan Harmen Denekamp, zn. van Jan Harmen Denekamp (daghuurder) en Berendina Baankreis, geb. Twello op 5 mei 1870, slagersknecht.

Uit dit huwelijk 12 kinderen, waaronder:

 naamgeb.plaatsovl.plaatsoudrelatiekinderen
Dirk*1911 Twello †1948 Amsterdam 37


Jan Albert Nijland
Jan Albert Nijland, geb. Harfsen op 15 nov 1896.

  • Vader:
    Jan Albert Nijland, zn. van Jan Nijland (linnenwever) en Janna Braakman, geb. Harfsen op 15 nov 1854, ovl. aldaar op 10 okt 1928, tr. (2) Gorssel op 18 sep 1886 met Berendina Horsman, geb. Bathmen op 11 feb 1863, ovl. Harfsen op 1 nov 1888. Uit dit huwelijk een kind, tr. (1) Gorssel op 13 apr 1889 met

tr. Gorssel op 3 mei 1919
met

Harmina Horsman, dr. van Hermannus Horsman (arbeider) en Gerritdina Tonia Wissink, geb. Harfsen op het erve Broekman te Harfsen op 6 sep 1895.

Uit dit huwelijk een zoon:

 naamgeb.plaatsovl.plaatsoudrelatiekinderen
Albert*1932 Okkenbroek †2006  73