Genealogische website van Cees Hagenbeek
Eberhard (I) in der Gaten
Eberhard (I) in der Gaten, geb. circa 1365, Landwirt in Alsum.

een zoon:

 naamgeb.plaatsovl.plaatsoudrelatiekinderen
Eberhard*1400  †1474  74


Wennemar(I) Scherer
Wennemar(I) Scherer, Schöffe zu Beeck, ovl. circa 1590.

tr. Beeck [Duitsland] in 1554
met

Anna Breyman, dr. van Johan (II) Breyman en Kunnigunde , geb. Walsum circa 1530, ovl. voor apr 1594.

Uit dit huwelijk een zoon:

 naamgeb.plaatsovl.plaatsoudrelatiekinderen
Eberhard*1575 Alsum †1617 Beeck [Duitsland] 41


Johan(II) Scherer
Johan(II) Scherer ((Scheirer thoe Ailsum), ovl. in 1553.

tr. Beeck [Duitsland] voor 1534
met

Sibille (Beile) .

Uit dit huwelijk een zoon:

 naamgeb.plaatsovl.plaatsoudrelatiekinderen
Wennemar(I)  †1590   


Eberhard(I) Scherer
Eberhard(I) (Evert) Scherer, 1542 Scheffe und Kirchmeister in Beeck, ovl. circa 1542,
, Overhandigd 1500.

tr. Beeck [Duitsland] voor sep 1500
met

Mechtild in der Gaten (Mette in der Gaeten), dr. van Johan in der Gaten, ovl. na 1500.

Uit dit huwelijk een zoon:

 naamgeb.plaatsovl.plaatsoudrelatiekinderen
Johan(II)  †1553   


Johan(I) Scherer
Johan(I) Scherer (Scheyrer to Orlessem), geb. circa 1440, ovl. circa 1499,
, Behandigt 1470.

tr. Beeck [Duitsland] voor 1470
met

Magarethe (Griete) .

Uit dit huwelijk een zoon:

 naamgeb.plaatsovl.plaatsoudrelatiekinderen
Eberhard(I)  †1542   


Mechtild in der Gaten
Mechtild in der Gaten (Mette in der Gaeten), ovl. na 1500.

tr. Beeck [Duitsland] voor sep 1500
met

Eberhard(I) (Evert) Scherer, zn. van Johan(I) Scherer en Magarethe , 1542 Scheffe und Kirchmeister in Beeck, ovl. circa 1542,
, Overhandigd 1500.

Uit dit huwelijk een zoon:

 naamgeb.plaatsovl.plaatsoudrelatiekinderen
Johan(II)  †1553   


Konrad von Hanxleden
Konrad von (Kurt, Coert, Coirt, Conrat) Hanxleden (Conraidt van Hanxlede, van Hantzeler, van Hanseler), Richter und Hofesrichter zu Beeck, Mitinhaber von Haus Knipp, ovl. in 1531,
, Konrad, manchmal heißt er auch Kurt, wird erstmals in einer Urkunde vom 17. November 1488 genannt. Vom Herzog Johann II von Kleve erhielt er das Hagenackersgut in Erbpacht. Die Verleihung erfolgte, wie betont wird, wegen der von Coirt van Hanxlede dem Landesherrn geleisteten Dienste und zur Abgeltung eines Darlehens; es handelte sich hier wohl um die Dienste und ein Darlehen seitens des Vaters oder Großvaters von Konrad.
1498 wurde Konrad zum Richter des landesherrlichen Gerichts Beeck bestellt. Gleichzeitig pachtete er von der Essener Äbtissin den Oberhof Beeck gegen eine Jahrespacht von je 15 Malter Weizen, Roggen und Gerste und 40 Malter Hafer. Dadurch wurde er gleichzeitig Hofesrichter zu Beeck.
Die Stiftungsurkunde der Beecker Vikarie St. Anna und Catharina vom 23. Januar 1500 bezeichnet Konrad als ritterbürtig: "Conradus de Hanxlede, armiger judex" (Franz Rommel, Schulte-Marxloh, Oldenburg 1959, S. 312f, 418f).
Konrad erscheint in einer Urkunde vom 17. März 1503: Conrad von Hanxlede, Hofesrichter, Schelis to Krumpen und Johan ther Eninckhoerst und sämtliche gemeinen Hofesgeschworenen des Hofes zu Beeck, wie Berndt van Hassel, Hofesbote, beurkunden, dass vor ihnen Hinrich van der Hoven then Averhuis und seine Frau Katharina erklärten, dass sie dem Katharinenaltar in der Kirche zu Osterfeld ein Erbe und Gut schenken, genannt op dem Kreyenberch, gelegen in dem Kirchspiel und Gericht zu Beeck im Bifang, gehörend zum Hof zu Beeck mit Einwilligung der Jungfer Katharinen van der Hove, Hinrichs Schwester und sämtliche Kinder und Erben der Feyen van Lypperen (Pfarrarchiv St. Pankratius Oberhausen Osterfeld).

  • Moeder:
    Elisabeth (Elsbeth) von Heyden, dr. van Wennemar von Heiden zu Hagenbeck (Herr zu Hagenbeck) en Catrina von Heessen (Erbin zu Engelrading), geb. voor 1440, ovl. na 1490,
    , Eine Reihe Walsumer Schöffengerichtsprotokolle aus den Jahren 1510 und 1511 legen den Schluß nahe, dass Elisabeth, die Ehefrau des Johann von Hanxlede aus dem Geschlecht von Heiden kommt, die den Schultenhof Rahm im Walsumer Kirchspiel als Dinslakener Burglehen innehatte (Franz Rommel, Schulte-Marxloh, Oldenburg 1959, S. 312f, 418f). Bei Oidtman wird die Vermutung von Rommel bestätigt (Schleicher: Sammlung Ernst von Oidtman, Bd. 7, S. 526, Urkunde 567 Archiv Harff).
 

tr. (1) Beeck [Duitsland] voor 1505
met

Gertrud (Drude) ,
, Konrad von Hanxlede wurde vor 1465 in Beek geboren. Er war der Sohn von Johann II. von Hanxlede 454.776 und Elisabeth von Heiden 454.777 . Er starb 1531 in Beek .
Gertrud (Drude) N.N.
Konrad von Hanxlede 227.388 und Gertrud (Drude) N.N. 227.389 heirateten .
Sie hatten 4 Kinder.
1. Wilhelm von Hanxlede 113.694, geboren vor 1510 in Duisburg-Beek, gestorben 1561 in Beek
2. Catharina von Hanxlede, gestorben nach 1490 in Beek
3. Johann von Hanxlede, gestorben nach 1490 in Beek
4. Franz von Hanxlede, gestorben nach 1490 in Beek
Konrad von Hanxlede wird erstmals in einer Urkunde vom 17. November 1488 genannt.
Konrad von Hanxlede, † 1531 in Beeck, Referenz Nr. 18236.
Konrad, manchmal heißt er auch Kurt, wird erstmals in einer Urkunde vom 17. November 1488 genannt. Vom Herzog Johann II von Kleve erhielt er das Hagenackersgut in Erbpacht. Die Verleihung erfolgte, wie betont wird, wegen der von Coirt van Hanxlede dem Landesherrn geleisteten Dienste und zur Abgeltung eines Darlehens; es handelte sich hier wohl um die Dienste und ein Darlehen seitens des Vaters oder Großvaters von Konrad.
1498 wurde Konrad zum Richter des landesherrlichen Gerichts Beeck bestellt. Gleichzeitig pachtete er von der Essener Äbtissin den Oberhof Beeck gegen eine Jahrespacht von je 15 Malter Weizen, Roggen und Gerste und 40 Malter Hafer. Dadurch wurde er gleichzeitig Hofesrichter zu Beeck.
Die Stiftungsurkunde der Beecker Vikarie St. Anna und Catharina vom 23. Januar 1500 bezeichnet Konrad als ritterbürtig: "Conradus de Hanxlede, armiger judex" (Franz Rommel, Schulte-Marxloh, Oldenburg 1959, S. 312f, 418f).
Konrad erscheint in einer Urkunde vom 17. März 1503: Conrad von Hanxlede, Hofesrichter, Schelis to Krumpen und Johan ther Eninckhoerst und sämtliche gemeinen Hofesgeschworenen des Hofes zu Beeck, wie Berndt van Hassel, Hofesbote, beurkunden, dass vor ihnen Hinrich van der Hoven then Averhuis und seine Frau Katharina erklärten, dass sie dem Katharinenaltar in der Kirche zu Osterfeld ein Erbe und Gut schenken, genannt op dem Kreyenberch, gelegen in dem Kirchspiel und Gericht zu Beeck im Bifang, gehörend zum Hof zu Beeck mit Einwilligung der Jungfer Katharinen van der Hove, Hinrichs Schwester und sämtliche Kinder und Erben der Feyen van Lypperen (Pfarrarchiv St. Pankratius Oberhausen Osterfeld).
Er heiratet (2) Gertrud (Drude) NN.
Der Oberhof zu Beeck
In den frühen Morgenstunden eines trüben Märztages des Jahres 1487 hielt ein Bote des Oberhofes aus Beeck vor dem Eingang des kaiserlichen freiheitlichen Stiftes in Essen. „Ich bringe eine wichtige Botschaft für die Fürstäbtissin.“ Man ließ ihn ein, sorgte für sein Tier und gab dem Manne in der Küche eine Stärkung. In einer Stube ließ man ihn auf den Kanonikus warten, der gleich aus der Frühmesse zurückkehren würde. Der Schlußchoral ertönte, und die kleine Glocke kündete das Ende des Gottesdienstes an. Der Bote erhob sich. In der Tür erschien der Kanonikus: „Man hat mir gesagt, daß Botschaft von unserm Oberhofe zu Beeck gekommen sei. Die frühe Morgenstunde deutet auf Besonderes.“ - „Ich bringe traurige Kunde. In den Abendstunden des gestrigen Tages ist der Hofesschulte Evert Wrede gestorben.
In drei Tagen soll er beigesetzt werden.“ - „Ich werde die Nachricht der Fürstäbtissin vortragen und Euch dann sagen, was weiter zu geschehen hat.“ Die Unterredung mit der Herrin dauerte über eine Stunde. „Die Wredes haben unserm Stift durch mehrere Generationen treu gedient.“ - „Evert Wrede hatte nicht die Umsicht seines Vaters, Fürstin. Die Rechnungsbücher zeigen es ganz klar. Die Einkünfte sind zurückgegangen.“ - „Was soll nun geschehen ? Bisher war es üblich, daß ein Wrede das Werk seines Vaters fortsetzte.“ - „Das wird jetzt schwer halten. Der Sohn ist zu jung zum Schultenamt.“ - „Könnten wir mit der Besetzung der Stelle nicht noch etwas warten, bis der Sohn das erforderliche Alter hat ? Bis dahin könnten die Schulten aus Marxloh oder der Schulte to Krumpen aus Buschhausen die Geschäfte führen. Sie sind erfahrene Männer mit dem nötigen Einfluß.“ -
„Fürstin, der bisherige Brauch hat dazu immer den Lehnsmann des Herzogs von Kleve auf dem Lehnhof ausersehen. Ich schlage vor, es dabei zu belassen.“ - „Nehmen Sie an meiner Statt an der Beisetzung teil! Evert Wrede wird einen Platz in der Kirche erhalten wie seine Vorfahren. Und anschließend sprechen Sie mit den Geschworenen über meine Absicht.“ Kurz darauf ritt der Bote den Weg nach Beeck zurück. Zwei Tage später wurde der verstorbene Hofesschulte unter großem Geleit im Chor der Pfarrkirche beigesetzt. Hinterher bat der Kanonikus die Geschworenen des Hofgerichts zu sich und trug ihnen die Absicht der Fürstäbtissin vor, den jungen Sohn zum künftigen Hofesschulten zu ernennen. „Bis zur Großjährigkeit vertraut sie das Amt stellvertretend einem unter Ihnen an.
Wen halten Sie für den geeigneten Mann?“ Es war für eine Zeitlang still im Kreise. Man sah abwechselnd auf den Schulte to Marxloh, der über einen großen Hofesverband gebot. Dann wandten sich die Blicke dem Schulte to Krumpen zu. Seitdem man in der Mark fleißig gerodet hatte, war sein Hofesverband sehr gewachsen. Sein Einfluß unter den Geschworenen war beachtlich. Da meldete sich der Aufsitzer des Östrichhofes: „Bisher war es alter Brauch, den Lehnhoff als stellvertretenden Schulten unter uns zu sehen. Als Lehnsmann des Herzogs von Kleve wäre er der nächste dazu.“ Die meisten nickten zustimmend, und so fuhr der Kanonikus fort: „Wir werden weiterhin die drei Gerichtstage halten. Wenn wir zusammenarbeiten, dann wird der Oberhof weiterhin blühen und wachsen.“ Das tat er aber leider nicht. Er brachte nicht das auf, was man bisher von ihm erhalten halte. So sah sich die Fürstäbtissin gezwungen, Geld aufzunehmen, um die Schulden zu bezahlen. Von den Geschworenen, die zwar über umfangreiche Ländereien verfügten, besaß keiner so viel bares Geld, um der Fürstin auszuheilen. Nur einer war dazu bereit. Das war Konrad von Hanxleben. Er war der Inhaber von Haus Knipp auf Beeckerwerth. Zweimal mußte er aus der Not helfen. Einmal lieh er 150 Goldgulden und das nächste Mal 100 Goldgulden. Für die Instandsetzung der Gebäude blieb natürlich kein Geld übrig. „Wenn der Hof nicht ganz herunterkommen soll, dann muß ein energischer Hofschulte hierhin. Bis der Junge soweit ist, können wir nicht mehr warten.“ Das war die Meinung der meisten Geschworenen. Mit dem Kanonikus war noch ein Mann aus Essen nach Beeck gekommen. Er wurde Prokurator genannt und hatte die wirtschaftlichen Angelegenheiten des Stiftes Essen zu regeln. Eingehend besah er sich Wohnhaus, Stallungen und Scheunen. Er versäumte es nicht, auch die nächsten Felder zu beschauen, ob mit einer guten Ernte zu rechnen wäre. Und als die beiden am folgenden Tage wieder nach Essen zurückfuhren, da stand es bei ihnen fest: Wir werden der Fürstin vorschlagen, dem Konrad von Hanxleben den Hof in Benutzung zu geben. Der Prokurator rechnete aus, was er dafür nach Essen abzuführen halte, und halblaut sprach er vor sich hin: „Fünfzehn Malter Weizen, fünfzehn Malter Roggen, fünfzehn Malter Gerste und vierzig Malter Hafer müssen es mindestens sein.“ Die Äbtissin war damit einverstanden. „Aber er erhalt das Nutzungsrecht nicht auf Lebenszeit, sondern der Vertrag läuft nach einer bestimmten Zeit ab, und dann entscheide ich von neuem, was werden soll. Ich mochte wieder einen Wrede auf dem Hofe haben. Die Wredes haben uns treu gedient und das Schultenamt ehrlich verwaltet.“ 1498 wurde Konrad von Hanxleben Schulte auf dem Beecker Oberhof. Von der Fürstin hatte er neben seinem Vertrag noch acht Reichstaler für die Kleidung erhalten. Das war ein alter Brauch. Es wurde ihm aufgetragen, zum Margarethentag ein Hofgericht einzuberufen und sich den Geschworenen vorzustellen. Der Hofesbote hatte diese Nachricht auf alle Höfe gebracht. Von Sterkrade bis nach Laar wußten alle Bauern und Kätner, daß wieder ein neuer Hofesschulte ernannt sei. Bis zum Margarethentag, dem 13. Juli, war es nicht mehr lang. Das sagten sich auch die Schulten von Marxloh und Laar.
Sie besprachen sich miteinander und bestellten für den neuen Schulten ein Paar Stiefel. Die mußten ihm bei dem ersten Gericht überreicht werden.
Auf dem Oberhof wurde eifrig gescheuert, damit die große Stube wieder festlich aussah. Nun wartete man auf den Große-Loe Bauern, dessen Hof in Marxloh lag (gegenüber dem Hamborner Bahnhof). Seit langem mußte er für Brot, Butter und Bier an den Gerichtstagen sorgen. Dafür brauchte er keine weiteren Abgaben zu leisten. Mit ihm trafen der Schulte to Marxloh und der Krumpenbauer ein. Mägde nahmen das Brot in Empfang und trugen es in die Küche. Bald stand alles bereit für die große Mahlzeit. Die Bauern nahmen in der großen Stube Platz. Als alle versammelt waren, trat Konrad von Hanxleben ein und begrüßte die Geschworenen und bat um ihre Mitarbeit bei der gemeinsamen Verwaltung des großen Bezirkes. Der Schulte to Marxloh als der Sprecher gelobte ehrliche Zusammenarbeit und überreichte als Zeichen der Bereitwilligkeit ein Paar neue Stiefel. Nun fragte der neue Schulte, ob wichtige Dinge zu erledigen seien. Zuerst meldete sich der Krumpenbauer: „Mein Knecht möchte auch Bauer werden. Von meinem Lande kann ich ihm nichts abgeben. Ich habe ihm gesagt, er solle roden. Dazu bedarf er aber der Zustimmung des Hofesschulten vom Oberhof; denn der Wald gehört der Fürstin. Auch bekommen wir ja das jährliche Nutzholz aus dem Bestand.
Es geht aber nur, wenn Schulte und Geschworene zustimmen.“ „Gegen eine Rodung habe ich nichts einzuwenden“, antwortete Konrad von Hanxleben. „Aber das Holz brachte dem Oberhof jährlich etwas ein. Ist es nun gerodet, dann verringert sich die Einnahme. Was gedenkt er dafür als Ersatz zu bieten?“ Der Krumpenbauer setzte sich mit Nachdruck für seinen Knecht ein.
„Er muß von der Fürstin mit dem gerodeten Land behandet werden. Und ich denke, wir wollen von ihm doch keine höhere Pacht verlangen, als wir sie zehnten.“ Man war damit einverstanden. „Der Knecht soll in den nächsten Tagen zum Oberhof kommen und eine Verpflichtung unterschreiben.“ „Dann werde ich wohl mit ihm kommen müssen. Hermann kann weder lesen noch schreiben. Ich werde ihm vorlesen, was er unterschreiben soll, und dann kann er sein,Merkt' (Merkzeichen) daruntersetzen.“ „Wenn er später die Behandigungsurkunde von der Fürstin hat, dann soll er seine Abgaben dem Krumpenbauer übergeben. Sie überwachen, daß der Oberhof ehrlich seinen Zehnten erhält. Das Ausdreschen geschieht auf dem Krumpenhofe. Dafür zahlt der Oberhof Arbeitslohn und Beköstigung.“ „Bisher haben wir immer für jeden Mann fünfzehn Stüber dafür bekommen.“ „Das bleibt auch weiter so. Und die neue Katstelle gehört zum Hofesverband des Krumpenhofes.“ Die Beecker sprachen von Buschhausen, wenn sie die wenigen Höfe meinten, die am Rande des Holzes entstanden waren.
„Dann müssen wir noch feststellen, wieviel Stück Vieh in diesem Sommer in der Mark geweidet werden können,“ - „Und“, fuhr Peter van Elper aus Bruckhausen fort, „wie steht es mit der Holzgerechtsame? Für jede Gerechtsame durfte bisher im Herbst ein Schwein zur Eichelmast in den gemeinsamen Wald getrieben werden.“ Es ging sehr lebhaft zu, bis jeder wußte, was ihm zustand. Dann wurde der Tag des Auftriebes noch festgelegt. Die Schweine erhielten ein Zeichen eingebrannt. Das Brenneisen mußte beim Hofesschulten unter Verschluß liegen.
Es durfte kein Schwein ohne Brandmal im Walde angetroffen werden. Mißbrauch gehörte vor das Hofesgericht. Über die Hand- und Spanndienste beim Wegebau einigte man sich schneller. Alle Bauern wollten zu Tisch und nicht so spät auf den Hof zurück. In Gruppen zogen die Bauern nach Hause und unterhielten sich lebhaft über den neuen Schulten und was von ihm zu erwarten sei. „Und wenn wir nicht einig werden, dann wenden wir uns eben an den Bischof in Essen . Und sollte das nicht helfen, dann muß zuletzt die Fürstin selbst entscheiden. Darüber mache ich mir jetzt keine Gedanken“, sagte der Schulte to Marxloh, als er sich von den Buschhausenern verabschiedete. „Und was die Rodung angeht, so denke ich, daß wir es genauso halten wie bei den Biefanger Bauern, die ja auch Land beifangen, weil die Ackerflur nicht ausreicht.“ Die Äbtissin erhielt pünktlich ihre Abgaben vom Oberhof. Nach zehn Jahren wurde der Pachtvertrag erneuert. Jetzt verlangte die Fürstin eine erhöhte Pacht, und Hanxleben mußte auf die 150 geliehenen Goldgulden verzichten.
Er war damit einverstanden. Als fünfzehn Jahre später Kaiser Karl V. gegen die Türken zog, mußte die Fürstin 100 Goldgulden an Türkensteuer zahlen. Sie bat abermals Hanxleben, ihr die Summe vorzustrecken. Das geschah aber nur unter der Bedingung, daß der Pachtvertrag verlängert würde. So blieb Konrad von Hanxleben bis zum Jahre 1531 Schulte auf dem Oberhof zu Beeck.

Uit dit huwelijk een zoon:

 naamgeb.plaatsovl.plaatsoudrelatiekinderen
Wilhelm  †1561   

tr. (2)

Uit dit huwelijk 3 kinderen:

 naamgeb.plaatsovl.plaatsoudrelatiekinderen
Franz     
Catharina     
Johann     


Johan (IV) von Hanxleden
Johan (IV) von Hanxleden, 1475 Amtmann zu Huissen, 1483 Richter zu Beeck, Inhaber von Haus Knipp, ovl. circa 1508,
, Amtmann zu Huissen (1475), Richter zu Beeck (1483), Inhaber von Haus Knipp.
Er einigte sich 1466 mit seinen Brüdern über das väterliche Erbe dahin, dass ihm der Forsthof zwischen Rat und Kaiserswerth und eine Rente von 10 Mark aus dem Hof zu "Calcheim" (= Calcum) zufallen soll (Schleicher: Sammlung Ernst von Oidtman, Bd. 7, S. 526).
Johann wurde zu Beginn des Jahres 1475 zum Amtmann von Huissen bestellt. Von 1483 bis 1487 amtete er als Richter zu Beeck. Danach ging er wsieder für einige Jahre nach Huissen. Von 1490 an wohnte er, wie es scheint, wsieder auf Haus Knipp. Vom Kloster Hamborn hatte er die dortige Rheinfischerei gepachtet (Franz Rommel, Schulte-Marxloh, Oldenburg 1959, S. 312f, 418f).
Die Angaben über die Abstammung des Johann sind bei Rommel und Oidtman unterschiedlich. Während Rommel seinen Vater in einem älteren gleichnamigen Johann sieht, ist Johann bei Oidtman der Sohn eines Godart. Das bestätigt auch die bei Oidtman zitierte Erbauseinandersetzung. Der bei Rommel genannte ältere Johann war wohl ein Onkel des hier genannten Johann von Hanxlede.
Rittersitz der Familie von Hanxleden, seit Mitte des 17. Jahrhunder von Haxthausen, 1754 Erwerb durch den Freiherr von Landsberg, seitdem in Verbindung mit Wocklum.
Findbuch A450 Wo I. 47 Urkunden 1329-1786
Findbuch A 450 Ei II. Akten 16.-19. Jh.
Inhalt: Familiensachen von Hanxleden und v. Haxthausen, Reisepässe u. Aufzeichnungen des nassauischen Hofmeisters Johann Franz v. Hanxleden;
Inhalt: Hausinventare u. Besitzverzeichnisse, Plünderung der Häuser Eisborn u. Klusenstein 1633; Gutsverwaltung und Verpachtungen; Höfe, Zehnten, Mühlen; Marken u. Forsten; Heberegister, Rechnungen, Schulden; Kirchen- u. Schulsachen.  Bibliografie
A. K. Hömberg, Geschichtliche Nachrichten über Adelssitze und Rittergüter im Herzogtum Westfalen, H. 11.

tr. Beeck [Duitsland] voor 1468
met

Elisabeth (Elsbeth) von Heyden, dr. van Wennemar von Heiden zu Hagenbeck (Herr zu Hagenbeck) en Catrina von Heessen (Erbin zu Engelrading), geb. voor 1440, ovl. na 1490,
, Eine Reihe Walsumer Schöffengerichtsprotokolle aus den Jahren 1510 und 1511 legen den Schluß nahe, dass Elisabeth, die Ehefrau des Johann von Hanxlede aus dem Geschlecht von Heiden kommt, die den Schultenhof Rahm im Walsumer Kirchspiel als Dinslakener Burglehen innehatte (Franz Rommel, Schulte-Marxloh, Oldenburg 1959, S. 312f, 418f). Bei Oidtman wird die Vermutung von Rommel bestätigt (Schleicher: Sammlung Ernst von Oidtman, Bd. 7, S. 526, Urkunde 567 Archiv Harff).

 

Uit dit huwelijk 2 zonen:

 naamgeb.plaatsovl.plaatsoudrelatiekinderen
Konrad  †1531   
Wennemar  †1530   


Arndt Großeicken
Arndt Großeicken (in gen Eicken), Inhaber des Großeicken Gutes, ovl. voor 1587.

tr. in 1553
met

Marie Overbruck, dr. van Herman (I) Stratman gnt Overbruck en Elisabeth Overbruck, geb. circa 1530, ovl. voor jul 1590.

Uit dit huwelijk een zoon:

 naamgeb.plaatsovl.plaatsoudrelatiekinderen
Herman(II)*1565 Hamborn [Duitsland] †1637 Hamborn [Duitsland] 72


Marie Overbruck
Marie Overbruck, geb. circa 1530, ovl. voor jul 1590.

tr. in 1553
met

Arndt Großeicken (in gen Eicken), zn. van N Großeicken, Inhaber des Großeicken Gutes, ovl. voor 1587.

Uit dit huwelijk een zoon:

 naamgeb.plaatsovl.plaatsoudrelatiekinderen
Herman(II)*1565 Hamborn [Duitsland] †1637 Hamborn [Duitsland] 72


Anna Breyman
Anna Breyman, geb. Walsum circa 1530, ovl. voor apr 1594.

tr. Beeck [Duitsland] in 1554
met

Wennemar(I) Scherer, zn. van Johan(II) Scherer en Sibille , Schöffe zu Beeck, ovl. circa 1590.

Uit dit huwelijk een zoon:

 naamgeb.plaatsovl.plaatsoudrelatiekinderen
Eberhard*1575 Alsum †1617 Beeck [Duitsland] 41


Sibille
Sibille (Beile) .

tr. Beeck [Duitsland] voor 1534
met

Johan(II) Scherer ((Scheirer thoe Ailsum), zn. van Eberhard(I) Scherer en Mechtild in der Gaten, ovl. in 1553.

Uit dit huwelijk een zoon:

 naamgeb.plaatsovl.plaatsoudrelatiekinderen
Wennemar(I)  †1590   


Magarethe
Magarethe (Griete) .

tr. Beeck [Duitsland] voor 1470
met

Johan(I) Scherer (Scheyrer to Orlessem), geb. circa 1440, ovl. circa 1499,
, Behandigt 1470.

Uit dit huwelijk een zoon:

 naamgeb.plaatsovl.plaatsoudrelatiekinderen
Eberhard(I)  †1542   


Kunnigunde
Kunnigunde (Kunne, Koen) , ovl. na 1556.

tr.
met

Johan (II) Breyman, zn. van Gört (II) Breyman, ovl. in 1547.

Uit dit huwelijk een dochter:

 naamgeb.plaatsovl.plaatsoudrelatiekinderen
Anna*1530 Walsum †1594  64


Johan (II) Breyman
Johan (II) Breyman, ovl. in 1547.

tr.
met

Kunnigunde (Kunne, Koen) , ovl. na 1556.

Uit dit huwelijk een dochter:

 naamgeb.plaatsovl.plaatsoudrelatiekinderen
Anna*1530 Walsum †1594  64


Gertrud
Gertrud (Drude) ,
, Konrad von Hanxlede wurde vor 1465 in Beek geboren. Er war der Sohn von Johann II. von Hanxlede 454.776 und Elisabeth von Heiden 454.777 . Er starb 1531 in Beek .
Gertrud (Drude) N.N.
Konrad von Hanxlede 227.388 und Gertrud (Drude) N.N. 227.389 heirateten .
Sie hatten 4 Kinder.
1. Wilhelm von Hanxlede 113.694, geboren vor 1510 in Duisburg-Beek, gestorben 1561 in Beek
2. Catharina von Hanxlede, gestorben nach 1490 in Beek
3. Johann von Hanxlede, gestorben nach 1490 in Beek
4. Franz von Hanxlede, gestorben nach 1490 in Beek
Konrad von Hanxlede wird erstmals in einer Urkunde vom 17. November 1488 genannt.
Konrad von Hanxlede, † 1531 in Beeck, Referenz Nr. 18236.
Konrad, manchmal heißt er auch Kurt, wird erstmals in einer Urkunde vom 17. November 1488 genannt. Vom Herzog Johann II von Kleve erhielt er das Hagenackersgut in Erbpacht. Die Verleihung erfolgte, wie betont wird, wegen der von Coirt van Hanxlede dem Landesherrn geleisteten Dienste und zur Abgeltung eines Darlehens; es handelte sich hier wohl um die Dienste und ein Darlehen seitens des Vaters oder Großvaters von Konrad.
1498 wurde Konrad zum Richter des landesherrlichen Gerichts Beeck bestellt. Gleichzeitig pachtete er von der Essener Äbtissin den Oberhof Beeck gegen eine Jahrespacht von je 15 Malter Weizen, Roggen und Gerste und 40 Malter Hafer. Dadurch wurde er gleichzeitig Hofesrichter zu Beeck.
Die Stiftungsurkunde der Beecker Vikarie St. Anna und Catharina vom 23. Januar 1500 bezeichnet Konrad als ritterbürtig: "Conradus de Hanxlede, armiger judex" (Franz Rommel, Schulte-Marxloh, Oldenburg 1959, S. 312f, 418f).
Konrad erscheint in einer Urkunde vom 17. März 1503: Conrad von Hanxlede, Hofesrichter, Schelis to Krumpen und Johan ther Eninckhoerst und sämtliche gemeinen Hofesgeschworenen des Hofes zu Beeck, wie Berndt van Hassel, Hofesbote, beurkunden, dass vor ihnen Hinrich van der Hoven then Averhuis und seine Frau Katharina erklärten, dass sie dem Katharinenaltar in der Kirche zu Osterfeld ein Erbe und Gut schenken, genannt op dem Kreyenberch, gelegen in dem Kirchspiel und Gericht zu Beeck im Bifang, gehörend zum Hof zu Beeck mit Einwilligung der Jungfer Katharinen van der Hove, Hinrichs Schwester und sämtliche Kinder und Erben der Feyen van Lypperen (Pfarrarchiv St. Pankratius Oberhausen Osterfeld).
Er heiratet (2) Gertrud (Drude) NN.
Der Oberhof zu Beeck
In den frühen Morgenstunden eines trüben Märztages des Jahres 1487 hielt ein Bote des Oberhofes aus Beeck vor dem Eingang des kaiserlichen freiheitlichen Stiftes in Essen. „Ich bringe eine wichtige Botschaft für die Fürstäbtissin.“ Man ließ ihn ein, sorgte für sein Tier und gab dem Manne in der Küche eine Stärkung. In einer Stube ließ man ihn auf den Kanonikus warten, der gleich aus der Frühmesse zurückkehren würde. Der Schlußchoral ertönte, und die kleine Glocke kündete das Ende des Gottesdienstes an. Der Bote erhob sich. In der Tür erschien der Kanonikus: „Man hat mir gesagt, daß Botschaft von unserm Oberhofe zu Beeck gekommen sei. Die frühe Morgenstunde deutet auf Besonderes.“ - „Ich bringe traurige Kunde. In den Abendstunden des gestrigen Tages ist der Hofesschulte Evert Wrede gestorben.
In drei Tagen soll er beigesetzt werden.“ - „Ich werde die Nachricht der Fürstäbtissin vortragen und Euch dann sagen, was weiter zu geschehen hat.“ Die Unterredung mit der Herrin dauerte über eine Stunde. „Die Wredes haben unserm Stift durch mehrere Generationen treu gedient.“ - „Evert Wrede hatte nicht die Umsicht seines Vaters, Fürstin. Die Rechnungsbücher zeigen es ganz klar. Die Einkünfte sind zurückgegangen.“ - „Was soll nun geschehen ? Bisher war es üblich, daß ein Wrede das Werk seines Vaters fortsetzte.“ - „Das wird jetzt schwer halten. Der Sohn ist zu jung zum Schultenamt.“ - „Könnten wir mit der Besetzung der Stelle nicht noch etwas warten, bis der Sohn das erforderliche Alter hat ? Bis dahin könnten die Schulten aus Marxloh oder der Schulte to Krumpen aus Buschhausen die Geschäfte führen. Sie sind erfahrene Männer mit dem nötigen Einfluß.“ -
„Fürstin, der bisherige Brauch hat dazu immer den Lehnsmann des Herzogs von Kleve auf dem Lehnhof ausersehen. Ich schlage vor, es dabei zu belassen.“ - „Nehmen Sie an meiner Statt an der Beisetzung teil! Evert Wrede wird einen Platz in der Kirche erhalten wie seine Vorfahren. Und anschließend sprechen Sie mit den Geschworenen über meine Absicht.“ Kurz darauf ritt der Bote den Weg nach Beeck zurück. Zwei Tage später wurde der verstorbene Hofesschulte unter großem Geleit im Chor der Pfarrkirche beigesetzt. Hinterher bat der Kanonikus die Geschworenen des Hofgerichts zu sich und trug ihnen die Absicht der Fürstäbtissin vor, den jungen Sohn zum künftigen Hofesschulten zu ernennen. „Bis zur Großjährigkeit vertraut sie das Amt stellvertretend einem unter Ihnen an.
Wen halten Sie für den geeigneten Mann?“ Es war für eine Zeitlang still im Kreise. Man sah abwechselnd auf den Schulte to Marxloh, der über einen großen Hofesverband gebot. Dann wandten sich die Blicke dem Schulte to Krumpen zu. Seitdem man in der Mark fleißig gerodet hatte, war sein Hofesverband sehr gewachsen. Sein Einfluß unter den Geschworenen war beachtlich. Da meldete sich der Aufsitzer des Östrichhofes: „Bisher war es alter Brauch, den Lehnhoff als stellvertretenden Schulten unter uns zu sehen. Als Lehnsmann des Herzogs von Kleve wäre er der nächste dazu.“ Die meisten nickten zustimmend, und so fuhr der Kanonikus fort: „Wir werden weiterhin die drei Gerichtstage halten. Wenn wir zusammenarbeiten, dann wird der Oberhof weiterhin blühen und wachsen.“ Das tat er aber leider nicht. Er brachte nicht das auf, was man bisher von ihm erhalten halte. So sah sich die Fürstäbtissin gezwungen, Geld aufzunehmen, um die Schulden zu bezahlen. Von den Geschworenen, die zwar über umfangreiche Ländereien verfügten, besaß keiner so viel bares Geld, um der Fürstin auszuheilen. Nur einer war dazu bereit. Das war Konrad von Hanxleben. Er war der Inhaber von Haus Knipp auf Beeckerwerth. Zweimal mußte er aus der Not helfen. Einmal lieh er 150 Goldgulden und das nächste Mal 100 Goldgulden. Für die Instandsetzung der Gebäude blieb natürlich kein Geld übrig. „Wenn der Hof nicht ganz herunterkommen soll, dann muß ein energischer Hofschulte hierhin. Bis der Junge soweit ist, können wir nicht mehr warten.“ Das war die Meinung der meisten Geschworenen. Mit dem Kanonikus war noch ein Mann aus Essen nach Beeck gekommen. Er wurde Prokurator genannt und hatte die wirtschaftlichen Angelegenheiten des Stiftes Essen zu regeln. Eingehend besah er sich Wohnhaus, Stallungen und Scheunen. Er versäumte es nicht, auch die nächsten Felder zu beschauen, ob mit einer guten Ernte zu rechnen wäre. Und als die beiden am folgenden Tage wieder nach Essen zurückfuhren, da stand es bei ihnen fest: Wir werden der Fürstin vorschlagen, dem Konrad von Hanxleben den Hof in Benutzung zu geben. Der Prokurator rechnete aus, was er dafür nach Essen abzuführen halte, und halblaut sprach er vor sich hin: „Fünfzehn Malter Weizen, fünfzehn Malter Roggen, fünfzehn Malter Gerste und vierzig Malter Hafer müssen es mindestens sein.“ Die Äbtissin war damit einverstanden. „Aber er erhalt das Nutzungsrecht nicht auf Lebenszeit, sondern der Vertrag läuft nach einer bestimmten Zeit ab, und dann entscheide ich von neuem, was werden soll. Ich mochte wieder einen Wrede auf dem Hofe haben. Die Wredes haben uns treu gedient und das Schultenamt ehrlich verwaltet.“ 1498 wurde Konrad von Hanxleben Schulte auf dem Beecker Oberhof. Von der Fürstin hatte er neben seinem Vertrag noch acht Reichstaler für die Kleidung erhalten. Das war ein alter Brauch. Es wurde ihm aufgetragen, zum Margarethentag ein Hofgericht einzuberufen und sich den Geschworenen vorzustellen. Der Hofesbote hatte diese Nachricht auf alle Höfe gebracht. Von Sterkrade bis nach Laar wußten alle Bauern und Kätner, daß wieder ein neuer Hofesschulte ernannt sei. Bis zum Margarethentag, dem 13. Juli, war es nicht mehr lang. Das sagten sich auch die Schulten von Marxloh und Laar.
Sie besprachen sich miteinander und bestellten für den neuen Schulten ein Paar Stiefel. Die mußten ihm bei dem ersten Gericht überreicht werden.
Auf dem Oberhof wurde eifrig gescheuert, damit die große Stube wieder festlich aussah. Nun wartete man auf den Große-Loe Bauern, dessen Hof in Marxloh lag (gegenüber dem Hamborner Bahnhof). Seit langem mußte er für Brot, Butter und Bier an den Gerichtstagen sorgen. Dafür brauchte er keine weiteren Abgaben zu leisten. Mit ihm trafen der Schulte to Marxloh und der Krumpenbauer ein. Mägde nahmen das Brot in Empfang und trugen es in die Küche. Bald stand alles bereit für die große Mahlzeit. Die Bauern nahmen in der großen Stube Platz. Als alle versammelt waren, trat Konrad von Hanxleben ein und begrüßte die Geschworenen und bat um ihre Mitarbeit bei der gemeinsamen Verwaltung des großen Bezirkes. Der Schulte to Marxloh als der Sprecher gelobte ehrliche Zusammenarbeit und überreichte als Zeichen der Bereitwilligkeit ein Paar neue Stiefel. Nun fragte der neue Schulte, ob wichtige Dinge zu erledigen seien. Zuerst meldete sich der Krumpenbauer: „Mein Knecht möchte auch Bauer werden. Von meinem Lande kann ich ihm nichts abgeben. Ich habe ihm gesagt, er solle roden. Dazu bedarf er aber der Zustimmung des Hofesschulten vom Oberhof; denn der Wald gehört der Fürstin. Auch bekommen wir ja das jährliche Nutzholz aus dem Bestand.
Es geht aber nur, wenn Schulte und Geschworene zustimmen.“ „Gegen eine Rodung habe ich nichts einzuwenden“, antwortete Konrad von Hanxleben. „Aber das Holz brachte dem Oberhof jährlich etwas ein. Ist es nun gerodet, dann verringert sich die Einnahme. Was gedenkt er dafür als Ersatz zu bieten?“ Der Krumpenbauer setzte sich mit Nachdruck für seinen Knecht ein.
„Er muß von der Fürstin mit dem gerodeten Land behandet werden. Und ich denke, wir wollen von ihm doch keine höhere Pacht verlangen, als wir sie zehnten.“ Man war damit einverstanden. „Der Knecht soll in den nächsten Tagen zum Oberhof kommen und eine Verpflichtung unterschreiben.“ „Dann werde ich wohl mit ihm kommen müssen. Hermann kann weder lesen noch schreiben. Ich werde ihm vorlesen, was er unterschreiben soll, und dann kann er sein,Merkt' (Merkzeichen) daruntersetzen.“ „Wenn er später die Behandigungsurkunde von der Fürstin hat, dann soll er seine Abgaben dem Krumpenbauer übergeben. Sie überwachen, daß der Oberhof ehrlich seinen Zehnten erhält. Das Ausdreschen geschieht auf dem Krumpenhofe. Dafür zahlt der Oberhof Arbeitslohn und Beköstigung.“ „Bisher haben wir immer für jeden Mann fünfzehn Stüber dafür bekommen.“ „Das bleibt auch weiter so. Und die neue Katstelle gehört zum Hofesverband des Krumpenhofes.“ Die Beecker sprachen von Buschhausen, wenn sie die wenigen Höfe meinten, die am Rande des Holzes entstanden waren.
„Dann müssen wir noch feststellen, wieviel Stück Vieh in diesem Sommer in der Mark geweidet werden können,“ - „Und“, fuhr Peter van Elper aus Bruckhausen fort, „wie steht es mit der Holzgerechtsame? Für jede Gerechtsame durfte bisher im Herbst ein Schwein zur Eichelmast in den gemeinsamen Wald getrieben werden.“ Es ging sehr lebhaft zu, bis jeder wußte, was ihm zustand. Dann wurde der Tag des Auftriebes noch festgelegt. Die Schweine erhielten ein Zeichen eingebrannt. Das Brenneisen mußte beim Hofesschulten unter Verschluß liegen.
Es durfte kein Schwein ohne Brandmal im Walde angetroffen werden. Mißbrauch gehörte vor das Hofesgericht. Über die Hand- und Spanndienste beim Wegebau einigte man sich schneller. Alle Bauern wollten zu Tisch und nicht so spät auf den Hof zurück. In Gruppen zogen die Bauern nach Hause und unterhielten sich lebhaft über den neuen Schulten und was von ihm zu erwarten sei. „Und wenn wir nicht einig werden, dann wenden wir uns eben an den Bischof in Essen . Und sollte das nicht helfen, dann muß zuletzt die Fürstin selbst entscheiden. Darüber mache ich mir jetzt keine Gedanken“, sagte der Schulte to Marxloh, als er sich von den Buschhausenern verabschiedete. „Und was die Rodung angeht, so denke ich, daß wir es genauso halten wie bei den Biefanger Bauern, die ja auch Land beifangen, weil die Ackerflur nicht ausreicht.“ Die Äbtissin erhielt pünktlich ihre Abgaben vom Oberhof. Nach zehn Jahren wurde der Pachtvertrag erneuert. Jetzt verlangte die Fürstin eine erhöhte Pacht, und Hanxleben mußte auf die 150 geliehenen Goldgulden verzichten.
Er war damit einverstanden. Als fünfzehn Jahre später Kaiser Karl V. gegen die Türken zog, mußte die Fürstin 100 Goldgulden an Türkensteuer zahlen. Sie bat abermals Hanxleben, ihr die Summe vorzustrecken. Das geschah aber nur unter der Bedingung, daß der Pachtvertrag verlängert würde. So blieb Konrad von Hanxleben bis zum Jahre 1531 Schulte auf dem Oberhof zu Beeck.

tr. Beeck [Duitsland] voor 1505
met

Konrad von (Kurt, Coert, Coirt, Conrat) Hanxleden (Conraidt van Hanxlede, van Hantzeler, van Hanseler), zn. van Johan (IV) von Hanxleden en Elisabeth von Heyden, Richter und Hofesrichter zu Beeck, Mitinhaber von Haus Knipp, ovl. in 1531,
, Konrad, manchmal heißt er auch Kurt, wird erstmals in einer Urkunde vom 17. November 1488 genannt. Vom Herzog Johann II von Kleve erhielt er das Hagenackersgut in Erbpacht. Die Verleihung erfolgte, wie betont wird, wegen der von Coirt van Hanxlede dem Landesherrn geleisteten Dienste und zur Abgeltung eines Darlehens; es handelte sich hier wohl um die Dienste und ein Darlehen seitens des Vaters oder Großvaters von Konrad.
1498 wurde Konrad zum Richter des landesherrlichen Gerichts Beeck bestellt. Gleichzeitig pachtete er von der Essener Äbtissin den Oberhof Beeck gegen eine Jahrespacht von je 15 Malter Weizen, Roggen und Gerste und 40 Malter Hafer. Dadurch wurde er gleichzeitig Hofesrichter zu Beeck.
Die Stiftungsurkunde der Beecker Vikarie St. Anna und Catharina vom 23. Januar 1500 bezeichnet Konrad als ritterbürtig: "Conradus de Hanxlede, armiger judex" (Franz Rommel, Schulte-Marxloh, Oldenburg 1959, S. 312f, 418f).
Konrad erscheint in einer Urkunde vom 17. März 1503: Conrad von Hanxlede, Hofesrichter, Schelis to Krumpen und Johan ther Eninckhoerst und sämtliche gemeinen Hofesgeschworenen des Hofes zu Beeck, wie Berndt van Hassel, Hofesbote, beurkunden, dass vor ihnen Hinrich van der Hoven then Averhuis und seine Frau Katharina erklärten, dass sie dem Katharinenaltar in der Kirche zu Osterfeld ein Erbe und Gut schenken, genannt op dem Kreyenberch, gelegen in dem Kirchspiel und Gericht zu Beeck im Bifang, gehörend zum Hof zu Beeck mit Einwilligung der Jungfer Katharinen van der Hove, Hinrichs Schwester und sämtliche Kinder und Erben der Feyen van Lypperen (Pfarrarchiv St. Pankratius Oberhausen Osterfeld), tr. Uit dit huwelijk 3 kinderen.

Uit dit huwelijk een zoon:

 naamgeb.plaatsovl.plaatsoudrelatiekinderen
Wilhelm  †1561   


Elisabeth von Heyden
 
Elisabeth (Elsbeth) von Heyden, geb. voor 1440, ovl. na 1490,
, Eine Reihe Walsumer Schöffengerichtsprotokolle aus den Jahren 1510 und 1511 legen den Schluß nahe, dass Elisabeth, die Ehefrau des Johann von Hanxlede aus dem Geschlecht von Heiden kommt, die den Schultenhof Rahm im Walsumer Kirchspiel als Dinslakener Burglehen innehatte (Franz Rommel, Schulte-Marxloh, Oldenburg 1959, S. 312f, 418f). Bei Oidtman wird die Vermutung von Rommel bestätigt (Schleicher: Sammlung Ernst von Oidtman, Bd. 7, S. 526, Urkunde 567 Archiv Harff).

 

tr. Beeck [Duitsland] voor 1468
met

Johan (IV) von Hanxleden, zn. van Henneke (Johann (III)) von Hanxleden zu Körtlinghausen (Herr zu Fredeburg und Körtlinghausen) en Margarethe von Hatzfeld, 1475 Amtmann zu Huissen, 1483 Richter zu Beeck, Inhaber von Haus Knipp, ovl. circa 1508,
, Amtmann zu Huissen (1475), Richter zu Beeck (1483), Inhaber von Haus Knipp.
Er einigte sich 1466 mit seinen Brüdern über das väterliche Erbe dahin, dass ihm der Forsthof zwischen Rat und Kaiserswerth und eine Rente von 10 Mark aus dem Hof zu "Calcheim" (= Calcum) zufallen soll (Schleicher: Sammlung Ernst von Oidtman, Bd. 7, S. 526).
Johann wurde zu Beginn des Jahres 1475 zum Amtmann von Huissen bestellt. Von 1483 bis 1487 amtete er als Richter zu Beeck. Danach ging er wsieder für einige Jahre nach Huissen. Von 1490 an wohnte er, wie es scheint, wsieder auf Haus Knipp. Vom Kloster Hamborn hatte er die dortige Rheinfischerei gepachtet (Franz Rommel, Schulte-Marxloh, Oldenburg 1959, S. 312f, 418f).
Die Angaben über die Abstammung des Johann sind bei Rommel und Oidtman unterschiedlich. Während Rommel seinen Vater in einem älteren gleichnamigen Johann sieht, ist Johann bei Oidtman der Sohn eines Godart. Das bestätigt auch die bei Oidtman zitierte Erbauseinandersetzung. Der bei Rommel genannte ältere Johann war wohl ein Onkel des hier genannten Johann von Hanxlede.
Rittersitz der Familie von Hanxleden, seit Mitte des 17. Jahrhunder von Haxthausen, 1754 Erwerb durch den Freiherr von Landsberg, seitdem in Verbindung mit Wocklum.
Findbuch A450 Wo I. 47 Urkunden 1329-1786
Findbuch A 450 Ei II. Akten 16.-19. Jh.
Inhalt: Familiensachen von Hanxleden und v. Haxthausen, Reisepässe u. Aufzeichnungen des nassauischen Hofmeisters Johann Franz v. Hanxleden;
Inhalt: Hausinventare u. Besitzverzeichnisse, Plünderung der Häuser Eisborn u. Klusenstein 1633; Gutsverwaltung und Verpachtungen; Höfe, Zehnten, Mühlen; Marken u. Forsten; Heberegister, Rechnungen, Schulden; Kirchen- u. Schulsachen.  Bibliografie
A. K. Hömberg, Geschichtliche Nachrichten über Adelssitze und Rittergüter im Herzogtum Westfalen, H. 11.

Uit dit huwelijk 2 zonen:

 naamgeb.plaatsovl.plaatsoudrelatiekinderen
Konrad  †1531   
Wennemar  †1530   



Bronnen:
1.Nederland’s Adelsboek (NA), Centraal Bureau voor Genealogie, ‘s-Gravenhage, vanaf 1903
2.Gräfl. Landsbergisches Archiv (A 178), Archive in Nordrhein-Westfalen, Urkunden, Hagenbeck 4 (1480)


Johann II von Hanxleden
Johann II von Hanxleden, geb. in 1315, Amtmann und Burgmann zu Fredeburg, ovl. na 1374.

tr.
met

Catharina von Plettenberg-Bamenohl, dr. van Johann von Plettenberg (Westfälischen Landmarschall) en Olika von Büren, geb. circa 1315.

Uit dit huwelijk een zoon:

 naamgeb.plaatsovl.plaatsoudrelatiekinderen
Goddert II*1340 Fredeburg [Duitsland] †1410 Fredeburg [Duitsland] 70


Gört (II) Breyman
Gört (II) (Gaedert, Goert) Breyman, ab 1505 Schöffe zu Walsum, ovl. circa 1539,
, Auseinandersetzung mit Johan Kempken.

een zoon:

 naamgeb.plaatsovl.plaatsoudrelatiekinderen
Johan  †1547   


Gört (I) Breyman
Gört (I) Breyman (Gadert Breydman Goert), ovl. circa 1498.

tr.
met

N , geen kinderen.

Uit dit huwelijk een zoon:

 naamgeb.plaatsovl.plaatsoudrelatiekinderen
Gört  †1539